Voyager 1: Flug in die Unendlichkeit

Diese Nahaufnahme der Wolken auf dem Gas-Riesen Jupiter machte die Sonde Voyager 1 bei ihrem Flug in die Unendlichkeit. Bild: NASA, JPL
Diese Nahaufnahme der Wolken auf dem Gas-Riesen Jupiter machte die Sonde Voyager 1 bei ihrem Flug in die Unendlichkeit. Bild: NASA, JPL

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Im Jahr 1977 startete die amerikanische Weltraum-Organisation NASA zwei Sonden namens Voyager 1 und Voyager 2. Sie durchquerten auf verschiedenen Bahnen unser Sonnensystem – bis weit hinaus zu den äußeren Planeten. Und danach flogen sie immer weiter. Bis heute. Inzwischen befinden sie sich weit jenseits der Planetenbahnen. Aufgrund ihrer Flugbahn ist die Sonde Voyager 1 dabei besonders weit gekommen: mehr als 19 Milliarden Kilometer von uns weg! Kein anderes von Menschen gebautes Objekt ist so weit von der Erde entfernt. Hier eine Webseite der NASA, auf der auch die aktuelle Entfernung beider Sonden von der Erde zu sehen ist – gewissermaßen ein Live-Kilometerzähler. Und noch immer funktionieren die Sonden – weit über die ursprünglich erwartete Lebensdauer hinaus. Irgendwann in ferner Zukunft wird Voyager 1 – wie auch ihre Schwestersonde – andere Sonnensysteme erreichen. Für den Fall, dass es dort intelligentes Leben gibt, haben beide Sonden eine Art CD mit Botschaften von der Erde an Bord. Hier mehr zu den Inhalten dieses „Golden Record“ genannten Datenträgers. Dabei muss man aber sagen, dass diese „Grüße an Aliens“ eher symbolisch gemeint sind: Man kann nicht davon ausgehen, dass sie wirklich eines Tages von Außerirdischen entdeckt werden. Denn selbst wenn man davon ausgeht, dass es in unserer Galaxie, der Milchstraße, noch viele bewohnte Welten gibt, wäre das ein ziemlicher Zufall.

Diese CD mit Botschaften von der Erde befindet sich an Bord der Voyager-Sonden. Darauf sind Grußworte an Außerirdische und jede Menge Fotos der Erde enthalten. Bild: NASA
Diese CD mit Botschaften von der Erde befindet sich an Bord der Voyager-Sonden. Darauf sind Grußworte an Außerirdische und jede Menge Fotos der Erde enthalten. Bild: NASA

Übrigens: Zwei andere vor vielen Jahren gestartete NASA-Sonden namens Pioneer 10 und Pioneer 11 fliegen zurzeit ebenfalls auf die äußeren Regionen des Sonnensystems zu. Und dabei wurde ein ganz seltsamer Effekt entdeckt, der Wissenschaftlern und Technikern ein bis heute ungelöstes Rätsel aufgibt: Die Sonden fliegen etwas langsamer, als sie es allen Berechnungen zufolge tun müssten. Es gibt zwar Erklärungsversuche, wonach die Sonden etwas Wärme und auch kleinste Teilchen (sogenannte Photonen) ausstrahlen, die in Flugrichtung ausgesandt ganz leicht bremsend wirken – aber ob das wirklich der Grund ist, steht noch nicht fest.