Mars Express: eine europäische Erfolgsstory

Mars Express umrundet seit vielen Jahren den „Roten Planeten”. Bild: ESA (D. Ducros)
Mars Express umrundet seit vielen Jahren den „Roten Planeten”. Bild: ESA (D. Ducros)

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Seit 2004 umkreist die ESA-Sonde Mars Express mit einer deutschen Hochleistungskamera und anderen Instrumenten unseren Nachbarplaneten Mars. Die Mission gilt schon heute als eine große „Erfolgsstory“: Mars Express konnte Wasser-Eis und viele andere erstaunliche Dinge auf dem Mars nachweisen – zum Beispiel auch Methan, das aus der Oberfläche nach oben dringt und das vielleicht auf Bakterien schließen lässt. Und die HRSC-Kamera aus Berlin lieferte unzählige Fotos von der Mars-Oberfläche, die Details zeigen, wie man sie bis dahin noch nie gesehen hatte.

Ein Krater auf dem Mars – aufgenommen von der deutschen Stereo-Kamera auf der Sonde Mars Express. Im Inneren des Kraters ist Wasser-Eis zu erkennen.Bild: ESA, DLR, FU Berlin (G. Neukum)
Ein Krater auf dem Mars – aufgenommen von der deutschen Stereo-Kamera auf der Sonde Mars Express. Im Inneren des Kraters ist Wasser-Eis zu erkennen.Bild: ESA, DLR, FU Berlin (G. Neukum)

Unter anderem lassen die Aufnahmen erkennen, dass es auf dem Mars einmal große Wasservorkommen gegeben haben muss. Darauf deuten ausgetrocknete Flusstäler hin. Man erkennt auch an einigen Kraterrändern, wie hoch da einmal das Wasser gestanden haben muss. Viele dieser Aufnahmen haben wir hier zusammengestellt. Dabei wurden die digitalen Daten so verarbeitet, dass man glaubt, im Tiefflug über den Mars zu fliegen. Und hier findest du viele weitere Aufnahmen in 3D. Ergänzt werden solche Missionen, bei denen der Mars aus der Umlaufbahn untersucht wird, durch die Erkundung „vor Ort“, also direkt auf dem Boden. Das übernehmen dann Mars-Rover wie Curiosity oder Opportunity, zu denen du hier viele Infos findest.

 Mars Express: eine europäische Erfolgsstory

Die Daten der deutschen Mars-Kamera HRSC lassen sich so bearbeiten, dass daraus virtuelle Flüge über der Mars-Oberfläche entstehen. Wissenschaftler können den Mars studieren, als ob sie im Tiefflug über die Oberfläche fliegen würden. Quelle: ESA, DLR, FU Berlin (G. Neukum)