Das „Wunder-Auto“


Weltpremiere: Vor Kurzem fuhr zum ersten Mal ein Auto selbstständig durch eine Stadt – und zwar in Braunschweig. Das „Wunder-Auto“ heißt Leonie und ist mit Kameras, Sensoren und jeder Menge Software „getunt“.

Der Fahrer kann freihändig durch die Stadt „kurven“. Testauto Leonie lenkt und bremst selbstständig. Bild: TU Braunschweig

7. Januar 2011 – Losfahren, bremsen, lenken, ausweichen – für Leonie alles kein Problem. Ohne dass jemand das Lenkrad anfasst oder aufs Gas- oder Bremspedal tritt. Nur rote Ampeln erkennt Leonie noch nicht: Da muss dann der Sicherheitsfahrer, der immer mit an Bord ist, auf den Stopp-Knopf drücken. Doch auch dieses Problem wollen die DLR-Experten und ihre Kollegen von der TU Braunschweig noch lösen – auf dem Weg zum „intelligenten Auto“.

Autos immer schlauer machen

Viele Untersuchungen in Simulatoren und andere Tests waren nötig, bevor das einzigartige Experiment mitten im Stadtverkehr durchgeführt werden konnte. Das Ziel: Autos immer „schlauer“ zu machen, so dass sie Unfallgefahren selbst „erkennen“ – auch wenn der Fahrer etwa ein Hindernis gar nicht bemerkt. Das Fahrzeug bremst dann wie von Geisterhand gesteuert allein ab.

Visionen für die Stadt von übermorgen

Das Ziel: Das Autofahren soll so immer sicherer werden. Natürlich wird dabei im Normalfall der Fahrer das Lenkrad weiter im Griff haben. Doch wenn er einen Fehler macht oder eine ernste Gefahr übersieht, „weigert“ sich das Auto von morgen einfach einen Unfall zu machen. Und wer weiß? In unseren Städten von übermorgen steigen wir vielleicht sogar wirklich so ins Auto, wie wir heute als Passagier einen Zug betreten – und der Wagen bringt uns sicher ans Ziel, das wir einfach noch in den Navigator eintippen, ohne anschließend auch nur einen Finger krümmen zu müssen.