Die Mission im Überblick

Im Mai 2014 fliegt Alex zur ISS.
Im Mai 2014 fliegt Alex zur ISS.

Alexander Gerst wird im Mai 2014 für ein halbes Jahr zur ISS fliegen. Zusammen mit Maxim Surajew aus Russland und Reid Wiseman aus den USA startet er von Baikonur (Kasachstan) mit einem Sojus-Raumschiff ins All. Hier einige Infos zu seiner Mission.

Eine Sojus-Rakete startet. Bild: ESA
Eine Sojus-Rakete startet. Bild: ESA

Wenn Alex mit seinen beiden Kollegen auf der ISS eintrifft, befinden sich dort bereits drei weitere Raumfahrer, sodass die Crew dann wieder aus sechs Mitgliedern besteht. Auf Alexander Gerst warten dann viele wissenschaftliche Experimente – und zahlreiche andere Aufgaben zur Wartung und Instandhaltung der Station, die er als Bordingenieur ausführen muss. Außerdem soll Alex auch noch eine Reihe von Versuchen absolvieren, die insbesondere Schülerinnen und Schülern zeigen, was man alles in Schwerelosigkeit erforscht. Am Ende seiner Zeit auf der ISS geht es dann für Alex und seine beiden Kollegen wiederum mit einer Sojus-Kapsel zurück zur Erde.

 

Das Training hat für Alex längst begonnen. In Simulatoren lernt er zusammen mit seinen beiden Crewmitgliedern, wie man sich bei Start und Aufstieg in die Umlaufbahn auch im Falle kritischer Situationen verhält und sie meistert. Viel Zeit wird auch auf die Einübung aller Handgriffe verwendet, die für eine erfolgreiche Durchführung der Experimente nötig sind. Schließlich warten da viele Wissenschaftler-Teams auf der Erde auf die Ergebnisse. Es geht dabei um ganz verschiedene Forschungsgebiete – von den Materialwissenschaften bis zur Medizin. Kein Astronaut kann in all diesen Disziplinen Spezialist sein. Aber er benötigt ein umfangreiches naturwissenschaftliches Wissen und muss jeden Versuch exakt kennen. All diese Versuche sind im Bordstundenplan auf die Minute genau eingetragen – so wissen Alex und alle anderen Crewmitglieder immer ganz präzise, was sie an welchem Tag zu tun haben. Diese Timeline regelt nicht nur, wann die Crew welche Arbeiten ausführen muss, sondern auch, wann Essen, Schlafen und auch Sport anstehen. Sport auf der ISS? Ja, das ist sogar vorgeschrieben! Denn in Schwerelosigkeit werden unsere Muskeln ja viel weniger beansprucht, so dass man sich nur mit einem intensiven Krafttraining fit halten und auch auf die Rückkehr zur Erde vorbereiten kann.

 

 

Ein ATV dockt an der ISS an. Man sieht auf diesem spektakulären Foto, wie die Steuerdüsen des Frachtschiffs zünden. Bild: NASA
Ein ATV dockt an der ISS an. Man sieht auf diesem spektakulären Foto, wie die Steuerdüsen des Frachtschiffs zünden. Bild: NASA

Die Versorgung der Crew wird mit Raumfrachtern sichergestellt – sowohl mit den russischen Progress-Frachtschiffen als auch mit dem europäischen ATV und inzwischen auch mit den amerikanischen Dragon-Transportern.

 

Übrigens: Alexander Gerst hat ja Geowissenschaften studiert, sich also in seinem Studium mit der Erde befasst – genauer mit Vulkanen. Da wird er es sich in seiner Freizeit sicher nicht nehmen lassen, den wunderbaren Anblick unseres „Blauen Planeten“ aus der 400 Kilometer hohen Umlaufbahn zu bewundern. Wir dürfen uns also auf viele tolle Fotos der Erde freuen!