Live-Videos von der ISS für die Schule

Die Erde im HD-Livestream von Bord der ISS. Bild: NASA, DLR, Uni Bonn
Die Erde im HD-Livestream von Bord der ISS. Bild: NASA, DLR, Uni Bonn

Die Erde wie Astronauten aus dem Weltraum sehen – diese Möglichkeit habt ihr auch! Vier HD-Videokameras der NASA filmen seit April 2014 unseren Planeten fast rund um die Uhr. Sie befinden sich auf der Internationalen Raumstation ISS, genauer auf dem europäischen Columbus-Modul, das damit gewissermaßen „Augen“ bekommen hat. Dass solche schönen Aufnahmen nicht nur gut aussehen, sondern auch nützlich sein können, soll das Projekt „Columbus Eye“ der Universität Bonn zeigen. Sehen kann man die Live-Videos unter anderem auf dem Webportal des Projekts „Columbus Eye“ unter www.columbuseye.uni-bonn.de

hidden image object
Die „Augen“ des Columbus-Moduls. Bild: NASA, DLR, Uni Bonn
Die „Augen“ des Columbus-Moduls. Bild: NASA, DLR, Uni Bonn

Die Arbeitsgruppe Fernerkundung am Geographischen Institut der Universität Bonn wird die Aufnahmen dieser „Augen“ auch für Schulen aufbereiten – aufbauend auf Erfahrungen aus dem Projekt „Fernerkundung in der Schule“ (FIS). In Fächern wie Physik und Geografie soll dabei die Möglichkeit genutzt werden, auf aktuelle Ereignisse einzugehen und auch Veränderungen auf der Erde anhand der Videos zu erklären. Das entsprechende Unterrichtsmaterial dazu wird es nach den Sommerferien 2014 kostenlos und für jedermann auf dem Online-Portal des Projektes geben. Auf einer Roadshow quer durch Deutschland wird das Konzept außerdem vor Ort vorgestellt werden. Die Termine werden auf dem Projekt-Portal bekanntgegeben. Zusätzlich bietet die Internetseite noch zahlreiche Informationen zum deutschen Astronauten Alexander Gerst und seiner Mission zur ISS von Mai bis November 2014.

„Wir freuen uns, dass es durch die Kooperation von DLR, NASA und Universität Bonn möglich geworden ist, das Material der Kameras für Unterrichtszwecke zu nutzen und die Kameras sogar von Bonn aus zu steuern“, sagt Andreas Rienow, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Projekts. „In Kombination mit dem bereits existierenden Projekt FIS ergibt sich so die Chance, auch auf aktuelle Ereignisse einzugehen“, ergänzt der Geograf. „Columbus Eye“ wird vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Das Videomaterial wird freundlicherweise von der NASA zur Verfügung gestellt.