Technische Herausforderung

Übersicht über die elf Instrumente an Bord der Rosetta-Raumsonde.
Bild: DLR (CC-BY 3.0).
Übersicht über die elf Instrumente an Bord der Rosetta-Raumsonde. Bild: DLR (CC-BY 3.0).

Philae heißt die Kühlschrank-große und 100 kg schwere Raumsonde, die im November 2014 auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko landen soll. Das ist aber nicht so einfach wie es sich anhört. Denn Kometen sind so klein, dass sie kaum Anziehungskraft haben. Wenn der Impakt nicht gedämpft wird, würde Philae einfach ins All zurückgestoßen werden und dort auf „Nimmerwiedersehen“ verschwinden. Deswegen sind Philaes „Beine“ mit Harpunen ausgestattet, die sich bei der Landung direkt in der Oberfläche verankern.

Dann ist da auch noch die Suche nach der optimalen Landestelle. Da es zuvor noch niemals eine Landung auf einen Kometen gegeben hat, weiß man natürlich nicht, wie die Oberfläche beschaffen ist – ob Eiszacken, Pulver oder eine völlig zerklüftete Oberfläche. Außerdem muss sich Philae ein „sonniges Plätzchen“ suchen, denn an Bord befindet sich eine Batterie, die über Solarzellen aufgeladen werden muss. Nur so ist ausreichend Energie vorhanden, um die vielen geplanten Experimente durchzuführen.

Insgesamt elf Experimente auf Rosetta und zehn auf Philae sollen Aufschlüsse darüber geben, wie der Kometenkern beschaffen ist. Und da Kometen die Materie, aus der das Sonnensystem vor rund 4,6 Milliarden Jahren entstanden ist, quasi „tiefgekühlt“ konserviert haben, will man so auch Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems gewinnen.