MACS-Himalaya



Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist wissenschaftlicher Partner im Mountain Wave Project (MWP) und hat für die Himalaya-Kampagne 2013/2014 eine angepasste Variante seines modularen Luftbildkamerasystems MACS (Modular Airborne Camera System) zur Verfügung gestellt.

 

Aktuelles

+++ 15.12.2014: Wissenschafts-Dokumentation des RBB (Teil 2/2) +++ 08.12.2014: Wissenschafts-Dokumentation des RBB (Teil 1/2) +++ 12.09.2014: Omega Tau Podcast online +++

 

Erste Ergebnisse der Expedition

Digitales Geländemodell des Khumbu-Gletschers und Mount Everest (3D-Punktwolke).

 

Hintergrund der Expedition

Im Rahmen der Expedition wird das DLR neben dem Kamerasystem seine Expertise im Bereich der 3D-Auswertung von Luftbildaufnahmen einbringen. Die Ergebnisse werden im Anschluss für unterschiedliche Anwendungen wie Gletscheruntersuchungen oder geomorphologische Analysen verwendet.

Abb. 1    Forschungsflugzeug mit MACS-Himalaya Luftbildkamerasystem (Bild: Lothar Schwark)

Folgende wissenschaftliche Themen sollen mit Hilfe des Kamerasystems adressiert werden:

  • Ableitung von Indikatoren für die Wahrscheinlichkeit von Hangrutschungen in gefährdeten Gebieten wie dem Seti-Tal
  • Erzeugung eines 3D-Modells der Rettungsroute zwischen Lukla und dem Mount Everest aus hochauflösenden Luftbilddaten
  • Bereitstellung von Basisdaten für das bestehende Mountain GeoPortal der Forschungseinrichtung ICIMOD
  • Analyse der Eis- und Schneebedeckung und hydrologische Modellierung des Schmelzwasserabflusses

Im Anschluss an die Kampagne werden digitale Oberflächenmodelle und kartenprojizierte Luftbilddaten in hoher Auflösung und Lagegenauigkeit erstellt. Dafür kommen im DLR entwickelte Verfahren und Technologien zum Einsatz. Diese Daten sind Grundlage für eine Gefährdungsanalyse, und damit für Bevölkerungsschutz und Katastrophenmanagement.

 

Abb. 2    MACS-Himalaya Luftbildkamerasystem
 

Das vollständig automatisch arbeitende Kamerasystem wird im Außenlastbehälter eines Motorseglers Stemme S10 VTX integriert. Es ist ausgelegt auf den Betrieb in Flughöhen bis zu 20 km. In Rahmen des Himalaya-Einsatzes werden voraussichtlich Flughöhen über 10 km erreicht werden. Durch den Einsatz mehrerer Kameramodule wird ein Bildwinkel von ca. 120° abgedeckt. Somit ist auch die hochauflösende Abbildung von Berghängen gewährleistet.

 

Meilensteine

 

12.07.2014: Expeditionsvideo auf Youtube

 

29.01.2014: Abschluss der Expedition in Nepal

Im Aeronautics Blog schildert Jörg Brauchle seine Eindrücke aus Nepal.

 

28.01.2014: Erfolgreiche Befliegung von Mount Everest, Khumbu Gletscher und Khumbu Valley

 

23.01.2014 - Erstflug des Forschungsflugzeugs im Kali Ghandaki Tal

 MACS-Himalaya Video DE

 

05.11.2013 - Verschiffung der Ausrüstung nach Nepal

 

 29.10.2013 - Abflug des Forschungsflugzeugs von Strausberg nach Nepal

 

21.08.2013 - Generalprobe in den Alpen

 

 09.07.2013 - Testflüge im Großraum Aachen

 

25.03.2013 - Erstflug des Kamerasystems bei Strausberg

 

In Kooperation mit

        

 


Kontakt
Dipl.-Ing. Fahrzeugtechnik Jörg Brauchle
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Optische Sensorsysteme
, Sensorkonzepte und Anwendungen
Tel: +49 30 67055-274

Fax: +49 30 67055-602

E-Mail: Joerg.Brauchle@dlr.de
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