Studien zeigen, dass das aktive optische Fernerkundungsverfahren LIDAR (light detection and ranging) geeignet ist, das atmosphärische Windfeld vom Weltraum aus zu messen und dadurch eine signifikante Verbesserung der Wettervorhersage zu erreichen. Der Ministerrat der ESA hat Ende 1999 die Atmospheric Dynamics Mission ADM, die ein inkohärentes Doppler-Lidar beinhaltet, als zweite Earth Explorer Core Mission ausgewählt. Das DLR hat mit seinen Vorarbeiten im Deutsch-Französischen Projekt WIND und verschiedenen Studien in Zusammenarbeit mit CNRS/CNES, dem DWD und der ESA die Entscheidung zugunsten von ADM maßgeblich mit vorbereitet. Start der Mission ist für das Jahr 2007 vorgesehen.
Nachdem die ESA die ADM als Mission bestätigt hat, wurde im DLR im Jahr 2001 ein eigenes DLR-ADM-Projekt eingerichtet. Ziel des DLR-Projektes ist es, die ESA bei der Optimierung und Validierung des Instrumentes zu unterstützen. Insbesondere soll weltweit erstmals ein inkohärente Doppler- Lidar, welches das zentrale Instrument der ADM darstellt, auf einer Flugzeugplattform erprobt und validiert werden. Desweiteren sind Arbeiten zur Formulierung von Nutzeranforderungen und der Erstellung von Konzepten für die Prozessorentwicklung mit Qualitätssicherung beinhaltet. Die ESA und die ADM Mission Advisory Group ADMAG haben das DLR-Projekt ausdrücklich begrüßt und dem DLR in der ADMAG einen Beobachterstatus eingeräumt.