 |
| Europäische Wolkenklimatologie: 14-Jahres Mittelwert (1990-2003) des Wolkenbedeckungsgrades über Europa. | |
Abteilungsleiter: Prof. Dr. Bernhard Mayer, Dr. Ralf Meerkötter
Klima und Chemie der Atmosphäre werden durch eine Reihe von Parametern beeinflusst. Wolken, Aerosole und Wasserdampf gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten dieser Parameter. Laut IPCC (2007) ist die Rückkopplung von Wolken eine der größten Unsicherheiten bei der Vorhersage des zukünftigen Klimas. Ein genaueres Verständnis dieser Komponenten und ihrer Wechselwirkung mit der solaren und thermischen Strahlung ist daher dringend erforderlich. Satellitenmessungen können Aufschluss geben über räumliche Verteilung und zeitliche Änderungen solcher atmosphärischen Größen. Neue Instrumente wie MSG/SEVIRI erlauben die Untersuchung des Lebenszyklus von Wolken mit einer zeitlichen Auflösung von 15 Minuten.
In der Abteilung Fernerkundung befassen wir uns mit der Entwicklung und wissenschaftlichen Anwendung von Fernerkundungsverfahren zur Charakterisierung von Wasser- und Eiswolken sowie deren Auswirkung auf die Strahlung in der Atmosphäre.
Unsere Forschungsthemen sind:
- Fernerkundung von Wasser- und Eiswolken und Wasserdampf aus Satellitenbeobachtungen (MSG/SEVIRI, NOAA/AVHRR, ENVISAT/AATSR)
- Theorie des Strahlungstransports sowie Entwicklung von Strahlungstransportmodellen
- Bestimmung des Einflusses von Wolken, Aerosolen und Spurenstoffen auf Klima, Chemie, Solarstrahlung und ultraviolette Strahlung
Unsere wichtigsten Werkzeuge sind:
- Ein- und dreidimensionale Strahlungstransfermodelle: libRadtran, MYSTIC, MOM
- Verschiedene Wolkenklassifizierungsmethoden (APOLLO, MeCiDA) sowie Fernerkundungsverfahren für Wasser- und Eiswolken
- Ein operationelles Verfahren zur Erkennung linearer Kondensstreifen