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Niederschlagsmessung



Niederschlagsmessung
Das Wetterradar ist das klassische Instrument zur flächenmäßigen Erfassung von Niederschlag. Das Radar erlaubt eine hohe räumliche Auflösung (typisch 1x1 km²) und eine häufige Messung (typisch alle 5 Minuten). Das Radar ist deshalb hervorragend geeignet, herannahende Niederschlagsgebiete zu erfassen und kurzfristig vor Starkniederschlägen, wie z.B. bei Gewittern zu warnen. Gerade die hier zum Teil hohe räumliche Variation kann nur mittels Fernerkundung erfasst werden. Messnetze aus Regenmessern sind meistens nicht feinmaschig genug. Bedingt durch die Physik der Streuung der Radarstrahlung an Regentropfen ist der Zusammenhang zwischen Radarrückstreusignal (Reflektivität) und am Boden ankommende Regenrate nicht eindeutig; der Fehler bei der Niederschlagsmessung mit einem konventionellem Wetterradar kann deshalb unter Umständen recht hoch sein. Mit einem polarimetrischen Wetterradar können jedoch mehrere unabhängige Variablen des Niederschlags erfasst werden. Die Regenrate kann dann genauer und ohne zusätzliche Korrekturen (wie z.B. der Dämpfung in starkem Niederschlag) bestimmt werden.

Das Institut für Physik der Atmosphäre betreibt das polarimetrische Dopplerradarsystem POLDIRAD. Mit ihm werden Forschungsarbeiten zu den oben genannten Thema.


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