Mikroskalige Modelle dienen der Berechnung sehr kleinräumiger Strömungssysteme (z.B. Turbulenz, Wirbel, Hindernisüberströmungen) mit horizontalen Ausdehnungen von wenigen Metern bis zu etwa 100 m.
Am IPA werden verschiedene mikroskalige Modelle mit jeweils spezifischen Eigenschaften eingesetzt. Zum Beispiel wird MESOSCOP zur Berechnung der Grobstruktur von Turbulenz (large-eddy simulations) und für die Simulation von Kondensstreifen verwendet. DISTUF steht für die direkte Simulation von Turbulenz zur Verfügung und EULAG eignet sich für die Berechnung von Strömungen über kleine Hügel. DISTUF und EULAG werden auch zur Berechnung von Wirbelschleppen hinter Flugzeugen und für das Zusammenwirken solcher Wirbelschleppen mit der Hintergrundatmosphäre herangezogen. Das Modell FLU3D eignet sich insbesondere zur Berechnung der Strömung über steile Hindernisse (z.B. Lärmschutzwände, Bäume).
Im weiteren Sinne gehören zu den mikroskaligen Modellen auch die numerischen Schallausbreitungsmodelle, z.B.das Schallpartikelmodell AKUMET und das linearisierte Eulermodell (LE-Modell) AKU3D, die zusammen mit FLU3D in der Lärmforschung der Instituts verwendet werden.