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In situ Spurenstoffmesssysteme



Spurenstoffmesssysteme
Am IPA werden flugzeuggetragene in situ Messsysteme für Spurengase und Aerosole entwickelt und betrieben. Das vorhandenen Spurengasmesssystem umfasst Geräte zum Nachweis von NO, NO2, NOy, O3, CO und CO2. Zur Messung der reaktiven Stickstoffverbindungen wird ein hochempfindlicher Zwei-Kanal-Chemilumineszenzdetektor für NO eingesetzt. NO2 und höheroxidierte Stickstoffverbindungen (NOy) werden in einem ersten Analyseschritt mittels verschiedener Reduktionskonverter in NO umgewandelt. Der Nachweis von Ozon und CO2 erfolgt durch UV- beziehungsweise IR-Absorptionsspektrometrie. Zur Messung von CO wird Vakuum-Resonanz-Fluoreszenz verwendet.

Das Aerosolmesssystem beinhaltet verschiedene optische Partikelspektrometer (FSSP-100, FSSP-300, PCASP-100x, MASP) zur Messung der Größenverteilung im Bereich 0.1 µm < D < 100 µm. Die Gesamtanzahl und Größenverteilung der ultrafeinen Partikel erfolgt mit einem 4-Kanal-Kondensationskernzähler-System mit unterschiedlichen unteren Nachweisgrenzen bezüglich der Teilchengröße. Die chemische Natur der Aerosole wird durch eine Charakterisierung ihrer thermischen Stabilität bei verschiedenen Temperaturen bestimmt. Damit ist eine Unterscheidung in bestimmte Aerosoltypen möglich (Schwefelsäuretröpfchen, Ammoniumsulfat, Mineralaerosol). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Aerosolfilter zu beaufschlagen. Damit lassen sich im Labor die hauptsächlichen chemischen Elemente im Aerosol bestimmen.

Die Spurengasmesssysteme werden in verschiedenen Projekten an Bord von Forschungsflugzeugen (Falcon, Do228, Geophysica) eingesetzt. Fallweise finden auch bodengestützte Messungen an Triebwerksprüfständen und Reihluftstationen (z. B. Umweltforschungsstation Schneefernerhaus) statt.


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