Zur Unterstützung des Piloten wird das integrierte automatische Steuerungs- und Regelungssystem IRLIS (integrated ride and loads improvement system) entwickelt, das zur Verbesserung des Flugverhaltens und zu einer Belastungsreduktion von Piloten, Passagieren und Fluggerät bei extremen Atmosphärenbewegungen beitragen soll. Außerdem sollen auch vorausschauend taktische Ausweichflugbahnen definiertt werden, die es dem Piloten ermöglichen gefährliche Wetterphänomene zu umfliegen. Voraussetzung für die Durchführung dieser Arbeiten ist die Entwicklung und Validierung von mathematischen Modellen der relevanten physikalischen Vorgänge und Prinzipien für eine realitätsnahe Simulation. Die damit entwickelten Verfahren und Systeme werden in Simulatoren und im Flugversuch demonstriert und unter dem Gesichtspunkt einer Pilotenbeurteilung erprobt.
Des Weiteren soll zur Erhöhung der Situationserkennung dafür Sorge getragen werden, dass die Fluglotsen am Boden und die Crew im Flugzeug dieselbe Information bzgl. potentieller Wettergefahren erhalten und so eindeutige und abgestimmte Entscheidungen treffen können. Es werden Pilotenanzeigen und Pilotenunterstützungen konzeptionell entwickelt und aufgebaut, um die am Boden vorliegende Information bzgl. Gewitter maßgeschneidert per data-link ins Cockpit zu übertragen und dort zusammen mit den bordeigenen Daten des Wetterradars geeignet darzustellen. Auch hinsichtlich der Phänomene Wirbelschleppen und Böen werden Werkzeuge zur Information der Piloten entwickelt und getestet.