Raumfahrtmissionen

ADM-Aeolus



Die ADM-Aeolus Mission (Quelle: ESA)

Die Kenntnis der Windgeschwindigkeit ist für die Wettervorhersage als auch für die Klimaforschung von entscheidender Bedeutung. Die globale Messung des Höhenprofils des Windes wurde daher von Experten der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) an erster Stelle der Prioritäten für zukünftige Satelliteninstrumente für die Wettervorhersage gesetzt. Die europäische Raumfahrtagentur ESA hat daher im Jahr 1999 die Atmospheric Dynamics Mission ADM-Aeolus als Mission ausgewählt, die Lücke im globalen Beobachtungsnetz für Windmessungen zu schließen.

Das erste Wind-Lidar im All auf der Atmospheric Dynamics Mission ADM-Aeolus

Die Kenntnis der Windgeschwindigkeit ist für die Wettervorhersage als auch die Klimaforschung von entscheidender Bedeutung. Die globale Messung des Höhenprofils des Windes wurde daher von Experten der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) an erster Stelle der Prioritäten für zukünftige Satelliteninstrumente für die Wettervorhersage gesetzt. Die europäische Raumfahrtagentur ESA (European Space Agency) hat daher im Jahr 1999 die Atmospheric Dynamics Mission ADM-Aeolus als Mission ausgewählt, die Lücke im globalen Beobachtungsnetz für Windmessungen zu schließen. Das Instrument ALADIN (Atmospheric Laser Doppler Instrument) auf ADM-Aeolus soll daher Höhenprofile einer Komponente des horizontalen Windvektors vom Boden bis in die Stratosphäre mit einer vertikalen Auflösung von 0.5 bis 2 km und einer Genauigkeit von 1 bis 3 m/s horizontal gemittelt über 90 km erfassen. Der Start ist für Mitte 2015 vorgesehen. Das DLR hat zur Auswahl von ADM-Aeolus mit der Entwicklung eines Instrumenten-Simulators, Technologie-Studien, Untersuchungen zum Einfluss auf die Wettervorhersage zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und der Entwicklung des Flugzeug-Lidars WIND (Wind Infrared Doppler Lidar) beigetragen.

Flugzeugdemonstrator für ADM-Aeolus entwickelt

Im Jahr 2001 wurde am DLR ein Projekt zur Validierung des Instrumentes ALADIN auf ADM-Aeolus gestartet. Dazu wurde ein Flugzeugdemonstrator – der ALADIN airborne demonstrator A2D – zusammen mit der Raumfahrtindustrie EADS-Astrium (heute: Airbus Defence and Space) entwickelt. Der Erstflug des A2D auf dem DLR-Forschungsflugzeug Falcon fand im Jahr 2005 statt und war damit der weltweit erste Einsatz eines flugzeuggetragenen Direkt-Empfangs Doppler Lidar zur Messung von Windprofilen. Im Oktober 2006 und Juli 2007 wurde die Leistungsfähigkeit des A2D während Bodenkampagnen am Meteorologischen Observatorium des DWD in Lindenberg validiert. Erstmalig wurden im November 2007 zwei unterschiedliche Wind-Lidargeräte – das kohärente 2-µm Lidar und das Direkt-Empfangs-Doppler Lidar A2D – vom Flugzeug aus eingesetzt. Weitere Flugkampagnen in den Jahren 2008 und 2009 führten bis nach Island und Grönland. Das Validierungsprogramm wurde 2012 mit mehr als 100 Empfehlungen für die Satellitenmission ADM-Aeolus abgeschlossen. Innerhalb von weiteren Projekten für die ESA fließen diese Erfahrungen in Algorithmen und operationelle Prozessoren für das ADM-Aeolus Bodensegment ein, die zusammen mit dem DLR Institut für Methodik der Fernerkundung entwickelt werden.

Link: ESA Informationen zu ADM-Aeolus

 

 


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