Zusätzlich zu solchen niedrig aufgelösten Langzeitdatensätzen werden räumlich hoch aufgelöste Daten für die tatsächliche Planung und Optimierung benötigt. Solche Daten stehen häufig nicht in der erforderlichen Qualität zur Verfügung: Messungen an Bodenstationen sind teuer und Messnetze sind daher dünn besetzt, mit Ausnahme von Regionen wie beispielsweise Mitteleuropa. Zusammen mit dem Institut für technische Thermodynamik (TT) und dem deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) mit Unterstützung durch DLR Technologiemarketing wurde der SOLEMI (Solar Energy Mining) Datensatz aufgebaut der eine ideale Grundlage für die Projektierung von Solarkraftwerken darstellt. SOLEMI basiert hauptsächlich auf Meteosat-Daten mit einer nominellen Auflösung von 2.5 km und halbstündiger Zeitauflösung. Das SOLEMI-Gebiet umschließt Europa, Afrika, den östlichen Teil Brasiliens, und das westliche und südliche Asien.
Unsere momentane Forschung konzentriert sich auf die Verbesserung der Kurzfristvorhersage der direkten und globalen Bestrahlungsstärke. Zu diesem Zweck arbeiten wir an der Verbesserung der Wolken-Strahlungs-Parametrisierung von numerischen Wettervorhersagemodellen und Wolken auflösenden Modellen. Speziell für die Berechnung der direkten Solarstrahlung ist eine korrekte Repräsentation von Wolken, ihrer optischen Eigenschaften und ihrer Geometrie unabdingbar.