Sonnenstrahlung ist der Brennstoff von Solarkraftwerken. Ihre effiziente Nutzung für Solarenergieanwendungen erfordert eine detaillierte Kartierung der variierenden solaren Strahlungsressourcen. Für die Optimierung solarer Anlagen werden stündliche Zeitreihen benötigt. Die Analyse vieler Jahre umfassender Zeitreihen in hoher Auflösung ist notwendig, um Aussagen über die langjährige Sicherheit der solaren Erträge zu geben. Am Institut für Physik der Atmosphäre wenden wir unser Know-How in der Erdbeobachtung und im Strahlungstransport auf diese Fragestellungen an. Zwei Datenbanken der direkten und globalen Solarstrahlung wurden entwickelt: DLR-ISIS, ein 21-Jahres Datensatz mit niedriger räumlicher Auflösung, der für wissenschaftliche Anwendungen kostenlos zur Verfügung gestellt wird und der hoch auflösende SOLEMI-Datensatz. Zudem arbeiten wir an der Verbesserung der Vorhersage von Solarstrahlung mit numerischen Wettervorhersagemodellen. Die Entwicklung neuer satelliten- und modell-basierter Verfahren zur Kartierung und Vorhersage der Strahlungsverhältnisse erfolgt gemeinsam mit der Universität Oldenburg und den DLR-Einrichtungen Deutsches Fernerkundungs-Datenzentrum und Institut für Technische Thermodynamik im virtuellen Institut für Energie-Meteorologie (vIEM) der Helmholtz-Gemeinschaft.