Instrumente

Doppler-Lidar zur Wirbelschleppen-Erkennung



Airbus A340
Die von großen Flugzeugen erzeugten Wirbelschleppen können für nachfolgende Flugzeuge gefährlich werden, falls diese den Luftwirbeln zu nahe kommen. Deshalb wird mit Nachdruck an der Entwicklung eines vorausschauenden Sensors zur Erkennung von und rechtzeitigen Warnung vor Wirbelschleppen gearbeitet. Außerdem soll der Sensor so ausgelegt sein, dass sich gefährliche Windscherungen und Clear-Air-Turbulenzen (CAT) schon weit im Voraus erkennen lassen.

Im EU-Projekt I-Wake (Instrumentation systems for on-board wake vortex and other hazards detection, warning and avoidance) wurden die Grundlagen für einen derartigen Warnsensor erarbeitet. Dazu wurde das gepulste Doppler-Lidar des DLR-Instituts für Physik der Atmosphäre zusammen mit dem Scanner des Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF (Jena) und der Datenerfassung von Thales-Avionics (Frankreich) in die Cessna Citation des NLR (Niederlande) eingebaut. Mit dieser Instrumentierung wurden im Juni 2004 in Südfrankreich sowohl die Wirbelschleppen eines Airbus A340 und als auch die am Rande der Pyrenäen auftretenden Windscherungen über einen Entfernungsbereich von mehreren Kilometern vor dem Messflugzeug erfolgreich detektiert. Der nächste Schritt besteht nun darin, auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse zusammen mit Industriepartnern den Prototyp eines vorausschauenden Detektions- und Warnsensors zu entwickeln. Schließlich wird einem Lidar-gestützten Warnsystem für die nächsten Jahre große Bedeutung prognostiziert, weil sich damit Kapazitätsengpässe im Luftverkehr vermeiden lassen ohne die hohen Sicherheitsstandards zu verletzen.


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