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Vergleichende Planetologie



Die Einordnung der "Vergleichenden Planetologie" erfolgt in folgendem Kontext:

Die Weltraumerkundung beschäftigt sich vorwiegend mit den Themenkomplexen

  • Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems
  • Entstehung und Entwicklung des Lebens
  • Eigenschaften von Prozessen, die die Erde beeinflussen

Die Planetengeologie trägt wesentlich zu diesen drei Zielen bei. Dabei befaßt sie sich vor allem mit der Frage nach dem gegenwärtigen Zustand der Planeten, ihrer Entwicklungsgeschichte, und dem Vergleich der Planeten und Monde untereinander.

Die Vergleichende Planetologie spielt eine wichtige Rolle bei diesen Untersuchungen. Die Ähnlichkeiten und die Unterschiede der planetaren Objekte dienen dabei als Anhaltspunkte, mit deren Hilfe die chemische und physikalische Entwicklung des Sonnensystems entschlüsselt und die spezifischen Eigenschaften einzelner Körper des Sonnensytems charakterisiert werden können.


Von zentraler Bedeutung sind dabei Erde, Mond und Meteoriten.
Da mit Ausnahme des Erdmondes bis jetzt von keinem anderen Himmelskörper gezielt Proben entnommen und untersucht werden konnten, kommt der Erde als natürlichem "Laboratorium" eine Schlüsselrolle zu, in dem eine Vielzahl geologischer und geophysikalischer Prozesse direkt beobachtet und untersucht werden können.

Der Mond ist neben der Erde der einzige bislang von Menschen in-situ untersuchte Körper des Sonnensystems. Seine Oberfläche ist wegen der fehlenden Atmosphäre direkt der kosmischen Strahlung ausgesetzt. Zudem gilt er aufgrund seiner im Vergleich zur Erde geringen Größe als typisch für eine wichtige Klasse von Körpern im Sonnensystem, die neben ihm noch Merkur und viele der Eismonde der großen Gasplaneten umfaßt.

Meteoriten bilden die größte Quelle extraterrestrischen Materials, das auf der Erde untersucht werden kann. Da man vermutet, daß ihre Zusammensetzung weitgehend ursprünglich ist und daß sie niemals durch interne Vorgänge aufgeschmolzen und verändert wurden, kann man durch ihre Analyse Hinweise auf die frühen Bedingungen und Vorgänge im solaren Urnebel erhalten.


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