DIM - Dust Impact Monitor



Sensor für Partikeleinschläge

 DIM Sensor: Sichtbar sind die drei aktiven, mit Piezo-Platten belegten Seiten
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Der Dust Impact Monitor untersucht nicht direkt die Oberfläche des Kometen; vielmehr werden die Signale, die durch den Aufprall kometarer Teilchen (meistens Staubteilchen) auf einem Sensor-Würfel entstehen, registriert.

Bei der Sublimation der flüchtigen Stoffe auf der Kometenoberfläche - hauptsächlich Wassereis - werden Staub- und Eisteilchen von Mikrometer- bis Dezimetergröße mitgerissen. Reicht deren Startgeschwindigkeit nicht aus, um das Schwerefeld des Kometen zu verlassen, fallen die Teilchen wieder auf die Kometenoberfläche zurück.

 Einschlagssignal eines Partikels mit 4 mg Masse und 0,44 m/s Geschwindigkeit
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Mit dem an der Oberseite der Kometenlandesonde Philae befestigten Sensor-Würfel werden die auftreffenden Teilchen aus drei Richtungen mit Piezo-Platten registriert und das Signal in der Elektronik in Bezug auf seine Profilform (Amplitude Umax und Kontaktzeit TC) analysiert. Aus diesen Daten und plausiblen Annahmen für die Dichte können die Massen der Teilchen, ihre Geschwindigkeiten, Anzahl, Richtungsverteilung und der zeitliche Verlauf dieser Parameter ermittelt werden. Hieraus lassen sich wiederum Rückschlüsse auf die Startgeschwindigkeit der Teilchen, die mit der Entweichgeschwindigkeit und dem Fluss der Kometengase korreliert ist, ziehen.

DIM wurde am Forschungsinstitut für Atomenergie des ungarischen Forschungszentrums KFKI in Budapest entwickelt und gebaut.

Eigenschaften von DIM:
Messgrenzen
Teilchenradien 5 • 10-5 bis 6 • 10-3 m
Teilchenmassen 5 • 10-10 bis 9 • 10-4 kg
Masse 405 g
Leistung ≤ 170 mW

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