Instrumente auf dem Orbiter



  • ALICE ist ein abbildendes UV Spektrometer, das Edelgase wie Helium, Neon, Argon, Krypton und Xenon untersuchen soll. Die relativen Häufigkeiten dieser Gase lassen einen Rückschluss auf die Umgebungstemperatur zum Zeitpunkt der Kometenentstehung zu und erlauben es, mehr über die thermische Entwicklung des Kometen zu lernen.
  • CONSERT (Comet Nucleus Sounding Experiment by Radio wave Transmission) besteht aus einem Sender mit Antenne auf der Raumsonde und einem Empfänger auf dem Lander. Die Radiosignale durchdringen den Kern. Aus dem Messsignal kann man die Struktur des Kometenkerns ableiten.
  • COSIMA (Cometary Secondary Ion Mass Spectrometer) ist das Pendant zu ROSINA für die Messung der chemischen Zusammensetzung von Staubkörnern. Es ist ein komplexes Instrument, da der Staub zunächst eingefangen werden und dem Analysator, zur Bestimmung der chemische Zusammensetzung, zugeführt werden muss.
  • GIADA (Grain Impact Analyser and Dust Accumulator) ist ein Instrument zur Untersuchung der Teilchengrößenverteilung des kometaren Staubes auf dem Kern, der Analyse des Staub-Gas-Verhältnisses, der zeitlichen Entwicklung der Staubumgebung des Kometen in Abhängigkeit von der heliozentrischen Distanz sowie der dynamischen Eigenschaften der Staubteilchen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Prozesse der beginnenden und sich entwickelnden Aktivität des Kometen.
  • OSIRIS (Optical, Spectroscopic and InfraRed Remote Imaging System) besteht aus einer Tele- und einer Weitwinkelkamera mit jeweils vielen Filtern,  diese nehmen hochaufgelöste Bilder in verschiedenen Spektralkanälen auf zur Charakterisierung des Kerns und seiner Umgebung.
  • MIDAS (Micro-Imaging Dust Analysis System) umfasst ein hoch auflösendes Rastersondenmikroskop zur Untersuchung der Feinstruktur der Staubteilchen. Im Zusammenwirken mit anderen Experimenten wird der innere Aufbau des Kometen, der Partikelfluss vom Kometenkern sowie die Wechselwirkung des Sonnenwindes mit der Kometenatmosphäre und dem Kometenschweif untersucht.
  • MIRO (Microwave Spectrometer for the Rosetta Orbiter) ist ein Mikrowelleninstrument zur Bestimmung der Zusammensetzung von Kern und Koma, zur Messung der kometaren Aktivität sowie zur Bestimmungphysikalischer Eigenschaften der Kernoberfläche (Temperatur) und von Komamolekülen (Dichte, Temperatur und Geschwindigkeit).
  • ROSINA (Rosetta Orbiter Spectrometer for Ion and Neutral Analysis) Das Instrument besteht aus 2 Massenspektrometern sowie einem Drucksensor und bestimmt die chemische Zusammensetzungder Koma, die Isotopenverhältnisse sowie die Temperatur und Geschwindikeit der Gasmoleküle.
  • RPC (Rosetta Plasma Consortium) vereint ein Paket von Einzelinstrumenten zu dem eine Langmuir-Sonde, ein Ionen- und Elektronendetektor sowie ein Flux gate Magnetometer gehört. Die Analysen von RPC werden der Untersuchung der Wechselwirkung der Koma und des Schweifes des Kometen mit dem Sonnenwind dienen.
  • RSI (Radio Science Investigation) ist ein Radiowellenexperiment, das auf die Bestimmung des kometaren Gravitationsfeldes sowie der Größe, Masse, Form und Struktur des Kerns zielt. Hierzu wird das Telekommunikationssystem der ROSETTA Sonde genutzt.
  • VIRTIS (Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer) besteht aus zwei Spektrometermodulen für den Spektralbereich von 0,25 bis 5 µm. Ein Modul misst das Reflexionsvermögen der kometaren Oberfläche im gesamten Wellenlängenbereich bei guter räumlicher Auflösung. Ziel der Messungen ist u.a. die stoffliche Untersuchung der Bestandteile der Oberfläche des Kometenkerns. Das zweite Modul ermittelt durch Messungen im Infrarotbereich die Zusammensetzung der Kometenoberfläche sowie der Koma. Der Infrarotbereich wird auch zur Bestimmung der Oberflächentemperatur eingesetzt.

 


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