Die meisten Asteroiden sind im sogenannten Asteroidengürtel zwischen den Planetenbahnen von Mars und Jupiter beheimatet. Kollisionen im Asteroidengürtel erzeugen Fragmente, deren Orbits sich unter dem Einfluss von thermischer Abstrahlung im Rahmen des Yarkovsky Effekts und der gravitativen Wechselwirkung mit den Planeten, hauptsächlich Jupiter, entwickeln. Solche Objekte können die Bahnen von Mars und Erde kreuzen.
Die als “near-Earth objects” (NEOs) bezeichnete Population besteht aus solchen Kleinkörpern, sowie einem Bruchteil an inaktiven Kometenkernen. NEOs kommen nah genug an die Erde heran, um sie mit erdgebundenen sowie Weltraumteleskopen beobachten zu können. Das Ziel solcher Beobachtungenkampagnen ist die Bestimmung wichtiger Kenngrößen, wie etwa Größe, Albedo, Oberflächenbeschaffenheit und Zusammensetzung. Dieses Wissen über NEOs ist wichtig um Aufschlüsse über Herkunft, Beziehung zu den Asteroiden des Asteroidengürtels, zu aktiven Kometen und Meteoriten zu bekommen. Darüber hinaus erhofft man sich Einsicht über die Rolle der Kleinkörper bei der Entstehung der Erde und der etwaigen Gefahr, welches sie für die Menschheit darstellen könnten, zu erlangen.
Die Forschungstätigkeit der Abteilung zielt unter anderem auf diese Fragestellungen ab und ist in besonderer Weise wichtig für die Vorbereitung von Vorbeiflug- und Landemissionen zu Asteroiden. Die mit der Erforschung von Asteroiden zusammenhängenden Aktivitäten lassen sich wie folgt umreißen:
Die Entwicklung neuer Software zur Modellierung von Asteroiden und Kometen sowie zur Verifizierung der Leistungsfähigkeit von Raumfahrtinstrumenten nimmt eine wichtige Rolle in der Arbeit der Abteilung ein.Weiterführende Informationen zu den Aktivitäten der Abteilung können Sie unseren Berichten entnehmen. Den gleichnamigen Link finden Sie in der rechten Menüleiste.