Merkur, Venus, Erde und Mars zeichnen sich durch geringe Massen, kleine Radien und hohe Dichten im Vergleich zu den gasreichen Riesenplaneten des äußeren Sonnensystems aus. Ihre chemische Zusammensetzung wird maßgeblich durch gesteinsbildende Elemente und Metalle wie Eisen und Nickel bestimmt, welche sich unter dem Einfluß der Schwerkraft insbesondere im Kern anhäufen. Vermessungen ihrer Gravitations- und magnetischen Felder belegen, dass sich das Innere der terrestrischen Planeten ähnlich demjenigen der Erde in einen teilweise oder vollständig aufgeschmolzenen Kern, einen silikatischen festen Mantel und eine äußere Kruste unterteilt, welche von der teilweisen Aufschmelzung des Mantels herrührt. Die Druckverhältnisse, welche in den Mänteln von Erde, Venus und Mars vorherrschen, erlauben zudem Phasenübergänge von leichteren zu dichteren Mineralphasen, indem zumeist beteiligte Olivin- und Pyroxenminerale in ein kleineres Volumen gedrängt werden. Da die Tiefe, in der diese sprunghaften Dichteänderungen auftreten, außerdem von der Umgebungstemperatur und dem Eisengehalt der Mantelgesteine abhängen, können seismologische Messungen an planetaren Oberflächen zusätzliche Erkenntnisse über den thermischen Zustand und unterschiedliche chemische Zusammensetzungen der terrestrischen Planeten liefern.
Erdähnliche Exoplaneten...