Um Wärmekonvektion in terrestrischen Planeten zu verstehen, benutzen wir die numerische Modellierung. Wärmekonvektion lässt sich durch die Erhaltungsgleichungen für Energie, Impuls und Masse, Zustandsgleichung(en) und Anfangs- und Randbedingungen beschreiben. Indem Erhaltungsgleichungen für chemische Prozesse in das System integriert werden, kann das Zusammenspiel von Konvektion und Differentiation untersucht werden. Die Ergebnisse dieser Modelle hängen von vielen Parametern ab, welche nicht besonders gut bekannt sind. Ein erfolgreiches Modell sollte die Beobachtungen, die zum Beispiel durch eine Raumfahrtmission gemacht worden sind, reproduzieren. Wir unterscheiden zwischen verschiedenen Arten von Modellen. Parametrisierte Modelle beschreiben den effektiven Wärmetransport durch ein Skalierungsgesetz. In diesem Fall wird nur ein globales Energie-Budget betrachtet, was wenig Rechenleistung erfordert. Es erlaubt die Untersuchung eines großen Parameterraums und ist hilfreich um einen globalen überblick zu bekommen.