Laseraltimeter
Das Meßprinzip
So simpel wie das Meßprinzip von Laseraltimetern ist, so schwierig ist die technische Umsetzung für den Einsatz zur Vermessung von Planeten, bei der vor allem über große Entfernungen (in der Regel mehrere hundert km) die Höhen cm-genau bestimmt werden sollen. Zum einen legt das Licht in einer sehr kurzen Zeit eine große Strecke zurück: In der Dauer von einer Milliardstel (nano) Sekunde wird der Weg von 30 cm zurück gelegt. Darum müssen die Laserpulse für eine vernünftige Detektierbarkeit des Ausgangs- (Laserstrahl) und Eingangpulses (reflektierter Laserstrahl) sehr kurz sein, in der Regel zwischen nano (10-9) oder piko (10-12) Sekunden. Eine weitere Herausforderung stellt die nötige Parallelität des ausgehenden Laserstrahls dar. Bei einer Entfernung von 100 km zur Planetenoberfläche reicht ein tausendstel Radiant Aufweitung des ausgehenden Laserstrahls, um auf dem Boden einen "Spot" (Fläche des Lasers auf der Planetenoberfläche) von 10 m Durchmesser zu erzeugen. Bei zu großer Aufweitung des Strahls bzw. zu großem Durchmesser des "Spots" verringert sich die Anzahl der detektierbaren Photonen, was eine Messung erschweren oder unmöglich machen kann. Eine dritte große technische Herausforderung, insbesondere bei der hohen thermischen Belastung (Ausdehnen und Zusammenziehen der Komponenten des Laseraltimeters) in unmittelbarer Nähe zum Merkur, stellt die unabdingbare parallele Ausrichtung von Laser (Sender) und Teleskop (Empfänger) des Laseraltimeters dar. Der Empfänger muß immer genau auf die Stelle des auftreffenden Laserstrahls ausgerichtet sein.
BELA