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02.12.2011 - Gesteine auf Vesta – Teil 1: Eukrite
Die so genannten HED-Meteoriten, benannt nach den Meteoritentypen Howardit, Eukrit und Diogenit, sind eine große Meteoritengruppe, von der man annimmt, dass sie von Vesta stammen: eine Hypothese, die mit den laufenden Beobachtungen der Dawn-Mission übereinstimmt. Die Eukrite sind kristallisierte Laven mit basaltischer Zusammensetzung, dem häufigsten Lavatyp auf der Erde. Die hier gezeigten Eukrite QUE97053 (links) und EET 90020 (rechts) wurden in der Antarktis gefunden. Die Bilder dieser Dünnschliffe wurden durch ein Polarisationsmikroskop aufgenommen. Die weißen Balken im Bild entsprechen jeweils 2,5 Millimetern und verdeutlichen den Maßstab. Wenn polarisiertes Licht durch Dünnschliffe fällt, zeigen die verschiedenen Minerale unterschiedliche, diagnostische Farben. QUE97053 (links) besteht vorwiegend aus länglichen grauen Feldspatkristallen (einem Alumo-Kalziumsilikat) und hell gefärbten Körnern aus Pyroxen (Magnesiumeisensilikat). Die Textur dieses Gesteins entspricht dem, was man von der Kristallisation geschmolzener Magma erwartet. EET90020 (rechts) hat eine ähnliche Mineralogie, aber eine Textur gleichförmiger Körner, die durch spätere Erhitzung und Rekristallisation entstanden sind. Die Körner haben in etwa in alle Richtungen die gleichen Maße. Eukrite wie diese bilden einen Teil der Oberfläche von Vesta. Ihre Zusammensetzung kann mit den Beobachtungen der verschiedenen Experimente auf Dawn verglichen werden, beispielsweise mit den Spektren des Experiments VIR (Visible and Infrared Imaging Spectrometer) zur Bestimmung der Mineralogie oder mit den Beobachtungen von GRaND (Gamma Ray and Neutron Spectrometer) und dienen der Kalibration und Interpretationen der Daten der Instrumente.
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