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23.01.2012 - 3D-Ansicht der östlichen Hemisphäre Vestas
Diese 3D-Darstellung, auch Anaglyphenbild genannt, zeigt die Topographie der östlichen Hemisphäre Vestas. Um eine Anaglyphe zu erzeugen, werden zwei unter verschiedenen Winkeln zur Oberfläche aufgenommene Bilder mit einem horizontalen Versatz auf zwei unterschiedliche Farbkanäle übereinander gelegt. Bedingt durch den Augenabstand entsteht bei Betrachtung des Bildes mit einer rot-cyan- bzw. rot-grün-Brille eine Tiefenwirkung und man bekommt einen 3D-Eindruck der Oberfläche. Die Aufnahmen, aus denen die unterschiedlich gefärbten Bilder erzeugt wurden, wurden während der Phase der Annäherung an Vesta im Juli 2011 aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war die NASA-Raumsonde Dawn etwa 5.200 Kilometer von Vesta entfernt, was zu einer Auflösung von etwa 500 Metern pro Bildpunkt führt. Die Unterschiede in der Topographie wurden aus dem Geländemodell von Vesta abgeleitet. In dieser Ansicht sind sehr deutlich große Strukturen auf Vesta erkennbar. Zuerst wären da die äquatorialen Gräben rund um Vestas Äquator. Diese Gräben umlaufen fast den kompletten Asteroiden und sind bis zu 20 Kilometer weit. Zweitens sind nördlich der Gräben zahlreiche stark erodierte, alte, große Krater erkennbar. Vestas stark mit Kratern übersäte ältere Oberfläche ist deutlich erkennbar, weil jüngere und frischere Krater viele der älteren, stärker erodierten Krater überlagern. Aufgrund von Vestas geneigter Ausrichtung zur Sonne befand sich die Nordpolregion von Vesta zum Zeitpunkt der Aufnahmen im Schatten. Schließlich findet man in der südlichen Hemisphäre weniger Krater als nördlich des Äquators. Deutlich erkennbar ist auch der zentrale Komplex des Beckens Rheasilvia am Südpol.
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