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Außentests



Mit dem Ende der Entwicklungsarbeiten für SPOSH wurde eine Reihe von Tests unter freiem Himmel durchgeführt. Der erste Test fand im August 2004 zum Zeitpunkt des Maximums des Perseiden-Stroms statt. (Es kam eine kommerzielle Kamera zum Einsatz; nur die Software wurde getestet). Die Beobachtungen wurden von der bei Jena gelegenen Thüringer Landessternwarte Tautenburg aus durchgeführt. Eine grosse Zahl von Meteoren > 50 wurde aufgezeichnet.

Ein weiterer Test wurde im Kanzelhöhe Sonnenobservatorium (Österreich, am südlichen Alpenrand) durchgeführt. Hier konnte erstmals die Kamera selbst mit ihrem großen Bildfeld und hoher Frame Rate zum Einsatz. Neben Meteoren wurden auch Sternfelder aufgezeichnet, die für die geometrische und radiometrische Kalibration der Kamera nützlich waren.

Ein letzter Test wurde im Dezember von Teneriffa aus gestartet, zum Zeitpunkt des Geminiden-Maximums. Hier wurden erstmals zwei Kamera-Prototypen gleichzeitig verwendet, mit deren Hilfe die Detektions-Algorithmen bei unterschiedlicher Parameterwahl kritischen Tests unterzogen werden konnten. Etwa 30 Meteore wurden aufgezeichnet, erstmals über mehrere Bilder verteilt, so dass u.a. Abschätzungen der Meteorgeschwindigkeiten möglich waren. In einem Fall wurden die beiden Kameras räumlich weit getrennt und Meteore aus unterschiedlichen Perspektiven aufgezeichnet, so dass Bahnparameter der Meteore grob geschätzt werden können

Lichtschwacher Perseid
zum Bild Lichtschwacher Perseid
Heller Perseid
zum Bild Heller Perseid

Magnitude und Häufigkeit der beobachteten Meteore während der Testbeobachtungen mit der SPOSH-Kamera.

Magnitude und Häufigkeit der beobachteten Meteore
zum Bild Magnitude und Häufigkeit der beobachteten Meteore

Typische Lichtkurven der beobachteten Meteore. Die Leuchtkraft des Meteors steigt an, wenn er in tiefere und dichtere Atmosphärenschichten eindringt.
Typische Lichtkurven der beobachteten Meteore
zum Bild Typische Lichtkurven der beobachteten Meteore

Geminid Meteor (13./14. Dezember 2004). Wegen der niedrigen Eintrittsgeschwindigkeit von Geminid Meteoren (ca. 33 km/s) konnte der Meteor in 8 (!) aufeinander folgenden Bildern (Bildrate: 2/s) festgehalten werden.

Geminid auf mehreren SPOSH-Frames
zum Bild Geminid auf mehreren SPOSH-Frames


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Prof.Dr. Jürgen Oberst
Head of the Department

German Aerospace Center

Institute of Planetary Research
, Planetary Geodesy
Berlin

Tel.: +49 30 67055-336

Fax: +49 30 67055-402

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