Newsletter-Abonnement des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Erster Newsletter zum BMBF-Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung


Prof. Dr. Johanna Wanka – Bundesministerin für Bildung und Forschung
Sehr geehrte Damen und Herren,

dieser neue Newsletter informiert Sie über Neuigkeiten und Entwicklungen aus der BMBF-geförderten empirischen Bildungsforschung – von Studien zur Professionalisierung des pädagogischen Personals über die Nachwuchsförderung bis zur Forschung über sprachliche Bildung.

Bildung entscheidet maßgeblich über die Chancen des Einzelnen auf gesellschaftliche Teilhabe und die Entwicklung der individuellen Potenziale. Zugleich ist das Bildungswesen heute ein zentraler Faktor im internationalen Wettbewerb. Wir wollen deshalb Bildung auf allen Ebenen stärken und weiter verbessern. Dafür sind sowohl die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bildungseinrichtungen als auch die Politik auf Ergebnisse einer leistungsfähigen Bildungsforschung angewiesen.

Aus diesem Grund führt das BMBF das 2007 begonnene Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung fort. Das Rahmenprogramm bündelt Maßnahmen zur strukturellen Stärkung der empirischen Bildungsforschung und Maßnahmen zur Förderung von Forschungsprojekten in der Regel im Rahmen von thematischen Forschungsschwerpunkten.

Über die vielfältigen geförderten Forschungsvorhaben an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen berichten wir regelmäßig in unserem Newsletter. Außerdem informieren wir Sie darin über Veranstaltungen, Forschungsergebnisse und neue Förderbekanntmachungen des BMBF in der Bildungsforschung.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Prof. Dr. Johanna Wanka
Bundesministerin für Bildung und Forschung


Nationales Bildungspanel (NEPS) wird Leibniz-Institut

Erst kürzlich lobte der Wissenschaftsrat das Nationale Bildungspanel als weltweit einzigartige Einrichtung der Forschungsinfrastruktur. Ende Juni beschloss die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz nun, das Projekt zu einem Institut – dem Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi) – auszubauen. Aufgrund seiner überregionalen Bedeutung und des gesamtstaatlichen wissenschaftspolitischen Interesses wird das Institut ab Jahresbeginn 2014 in die gemeinsame Forschungsförderung von Bund und Ländern aufgenommen.
Das bislang vom BMBF finanzierte Nationale Bildungspanel untersucht Bildungsprozesse und Bildungserträge von Menschen in Deutschland von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter. Um Informationen über den gesamten Lebensverlauf bereitzustellen, wurden seit 2009 sechs Kohorten an verschiedenen Punkten der Bildungsbiografie mit rund 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gezogen. Diese reichhaltigen Daten enthalten hoch relevante Informationen zu Bildungsverläufen und deren Einflussfaktoren.

Weitere Informationen unter: https://www.neps-data.de

Deutsche Bildungsforschung mit starker Präsenz bei der weltgrößten Tagung zur Bildungsforschung

Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in Deutschland empirische Bildungsforschung betreiben, haben ihre Arbeiten bei der weltweit größten Tagung zur Bildungsforschung vorgestellt: Die Jahrestagung der American Educational Research Association (AERA) fand im April 2013 in San Francisco/Kalifornien statt und wurde von mehr als 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht. Auch Projekte aus dem Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung des BMBF waren vertreten.

Weitere Informationen unter: http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de

Bund-Länder-Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ nimmt Fahrt auf: erste Infoveranstaltungen erfolgreich durchgeführt

In Beratungsveranstaltungen in Köln und Frankfurt am Main hat das Trägerkonsortium der Bund-Länder-Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)“ die Ansprechpartner in den Ländern sowie interessierte Bewerber über Einzelheiten der Initiative informiert. Damit wurde ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm auf den Weg gebracht, bei dem Verbünde aus Kitas und Schulen kooperieren und unter wissenschaftlicher Begleitung Maßnahmen in den Bereichen Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung umsetzen. Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung und das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen übernehmen als Trägerkonsortium die wissenschaftliche Ausgestaltung und die Gesamtkoordination der Initiative. Das BMBF fördert die Arbeiten des Trägerkonsortiums sowie die im Rahmen des Programms vorgesehenen Evaluations- und Entwicklungsvorhaben.

Weitere Informationen unter: http://www.mercator-institut-sprachfoerderung.de

BMBF-gefördertes Kolleg für interdisziplinäre Bildungsforschung gestartet

Die Erforschung komplexer Bildungsprozesse erfordert die Zusammenarbeit vieler Fachrichtungen. Das neue „Kolleg für interdisziplinäre Bildungsforschung“ will diese Zusammenarbeit für Postdocs ermöglichen, die empirische Bildungsforschung betreiben und dabei die Grenzen ihrer eigenen Disziplinen – seien es die Soziologie, Ökonomie, Psychologie oder Erziehungswissenschaft – überschreiten wollen. Das Kolleg, getragen von Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft unter der Federführung des WZB, ist eine gemeinsame Initiative des BMBF, der Jacobs Foundation und der Leibniz-Gemeinschaft. Die beteiligten Akteure engagieren sich im Rahmen des Projektes auf besondere Weise für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Im Frühjahr 2013 begrüßten die Kollegleitung und die Förderer die teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Auftaktworkshop über ihre Arbeiten und Ideen sprachen.

Weitere Informationen unter: http://www.ciderweb.org

BMBF - Bundesministerium
für Bildung und Forschung
Referat 322 – Bildungsforschung

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Fax: (0228) 99 57-83601
URL: http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de

Redaktion:
Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
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E-Mail: ebf@dlr.de
URL: http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de

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Einleitung: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Steffen Kugler
Beitrag 2: Koordinierungsstelle Stebis
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