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Aktuelles aus dem BMBF-Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung


Junge Wissenschaft trifft Politik – Johanna Wanka im Gespräch

Gute Bildung ist eine Grundvoraussetzung für die gerechte Verteilung von Erwerbs- und Lebenschancen. Doch wie kann das Bildungssystem durchlässiger werden? Wie kann man die Potenziale von Kindern und Jugendlichen besser nutzen? Wie erreichen wir mehr Chancengerech-tigkeit in der Bildung? Über diese und andere Fragen tauschten sich junge Sozialforscherinnen und Sozialforscher des „Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung“ (WZB) Anfang Oktober mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung in Berlin aus. In ihrer Rede betonte Ministerin Johanna Wanka vor allem, dass gute Bildung nicht nur ein Gewinn für ein Land, sondern auch für jeden Einzelnen sei und hob in diesem Zusammenhang das positive Abschneiden Deutschlands im diesjährigen OECD-Bericht hervor. Das WZB eröffnete Einblicke in seine Forschungsfelder, die von der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung über die ungleichen Bildungschancen zwischen den Bundesländern bis hin zu den Hindernissen inklusiver Schulentwicklung reichen. Im Rahmen der Förderung der empirischen Bildungsforschung unterstützt das BMBF das am WZB ansässige Kolleg für interdisziplinäre Bildungsforschung (CIDER). Das Kolleg, eine gemeinsame Initiative des BMBF, der Jacobs Foundation und der Leibniz-Gemeinschaft, dient der Fortbildung fachlich besonders erfolgversprechender Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Postdoc-Phase.

Hier geht’s zum Mitschnitt der Veranstaltung: https://www.youtube.com/watch?v=glIjNpb4OZk&list=UU9ZZ3ASHa6ag6U_zUw_0r1w

Weitere Informationen zum Kolleg für interdisziplinäre Bildungsforschung unter: http://ciderweb.org/about-cider

Daten der empirischen Bildungsforschung nachhaltig nutzen – Pilotprojekt „Forschungsdaten Bildung“ startet mit Datenaufnahme

Von Ton- und Videoaufnahmen aus dem Schulunterricht bis hin zu Zahlenkolonnen – mit dem Ausbau der empirischen Bildungsforschung wächst auch die Zahl der unterschiedlichen Forschungsdaten. Die Daten aus den Projekten des BMBF-Rahmenprogramms zur Förderung der empirischen Bildungsforschung werden ab sofort vom Verbund „Forschungsdaten Bildung“ gesichert und aufbereitet. Ziel des Verbundes ist es nicht nur die Qualitätssicherung der Daten die innerhalb des Rahmenprogramms erhoben wurden, zu verbessern. Es werden auch Informationen zur Verfügung gestellt, wo diese Daten zu finden sind und wie sie genutzt werden können. Die Forschungsdaten werden dezentral bei den drei beteiligten Zentren, dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und dem GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, archiviert und aufbereitet, der Zugriff der Nutzer auf die Daten erfolgt jedoch zentral. Ein serviceorientiertes Nutzungskonzept sowie Schulungen zum nachhaltigen Datenmanagement ergänzen das Angebot der Institute.

Weitere Informationen unter: http://www.bmbf.de/pub/Flyer_Verbund_Forschungsdaten_Bildung.pdf oder unter http://www.forschungsdaten-bildung.de

Save the date: Eröffnungstagung des Forschungsschwerpunktes „Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit“ in Hamburg

Die Koordinierungsstelle „Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit“ lädt zur ersten öffentlichen Konferenz des BMBF-geförderten Forschungsschwerpunktes ein. Die Konferenz findet vom 7. bis 8. November 2014 im Mazza Hotel in Hamburg statt. Mehrsprachigkeit ist in Deutschland eine Realität, die neue, sehr unterschiedliche Herausforderungen für die sprachliche Bildung mit sich bringt. Die Forschungsprojekte untersuchen, welche Folgen Mehrsprachigkeit für die individuelle Entwicklung, für das Lehren und Lernen von Sprachen sowie für das Zusammenleben hat. Leitende Fragen sind: Unter welchen Bedingungen kommt es zur erfolgreichen Entwicklung von Mehrsprachigkeit und wie kann diese auch zum Bildungserfolg beitragen? Betrachtet werden Herkunftssprachen von Migranten, die Bildungssprache Deutsch und schulische Fremdsprachen. Die Veranstaltung, bei der alle beteiligten Vorhaben ihre Forschungsprojekte vorstellen werden, richtet sich an die Wissenschaft, an die Praxis und die interessierte Öffentlichkeit.

Weitere Informationen unter: http://www.kombi-hamburg.de/neuigkeit.html?Id=4&lang=de

Lese- und Rechtschreib-Störungen gezielt entgegenwirken

Zwischen vier und acht Prozent aller Grundschülerinnen und Grundschüler leiden an einer Lese-Rechtschreib-Störung. Um den betroffenen Kindern zu helfen, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Kaiserslautern im Rahmen eines BMBF-geförderten Projektes das Computerprogramm „Lautarium“ entwickelt. „Lautarium“ trainiert insbesondere die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Lauten und Silben, die wiederum positiv auf die Lese- und Schreibfähigkeiten wirkt. Bei Kindern, die täglich mit dem Programm übten, wiesen die Wissenschaftler bereits nach acht Wochen positive Ergebnisse nach. Zudem macht das Programm Spaß. Für erfolgreich gelöste Aufgaben gibt es virtuelles Spielgeld, mit dem die Kinder Ausstattung für ein virtuelles Aquarium kaufen können. „Lautarium“ ist nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause anwendbar. In den bisherigen Studien hat sich das Programm als effektiv erwiesen und wird nun in der zweiten Förderphase weiter optimiert. Die Programmversion für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Störung wird voraussichtlich ab Sommer 2015 im Handel erhältlich sein.

Weitere Informationen unter: http://www.sowi.uni-kl.de/psychologie-ii/research/lautarium/

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URL: http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de

Bildnachweis:
Bericht 1: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Berichte 2-4: fotolia

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