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März 2017

Aktuelles aus dem BMBF-Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung

Dokumentation der Tagung Bildungsforschung 2020 online

Im November des vergangenen Jahres fand im Berliner Hotel ESTREL die dritte Tagung Bildungsforschung 2020 statt. Sie stand unter dem Motto "Potenziale erkennen. Perspektiven eröffnen. Wissen schaffen." Rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft, pädagogischer Praxis sowie Bildungsadministration und -politik tauschten sich an zwei Tagen in Podiumsdiskussionen und 14 Foren zu aktuellen Themen der Bildungsforschung aus. Eine Dokumentation der Tagung findet sich auf der Internetseite www.bildungsforschungstagung.de. Tagungsunterlagen, Fotos sowie ein Film mit Impressionen von der Tagung stehen hier zur Verfügung.

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Tagung des Forschungsschwerpunkts sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit

Die Tagung des Forschungsschwerpunkts "Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit" fand am 10. und 11. Februar 2017 in der Universität Hamburg statt. Mehr als 180 Teilnehmende aus Wissenschaft, Bildungsadministration und -praxis informierten sich über die (Zwischen-)Ergebnisse der zwölf Projekte, die im Schwerpunkt gefördert werden. Vorgestellt wurden zudem die Ergebnisse einer Delphi-Studie zur Frage nach den drängendsten Forschungsthemen im Feld sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit. Zu den Spitzenreitern der Nennungen gehören unterrichtsnahe Themen, z. B. Effekte einer Förderung von Mehrsprachigkeit auf bildungssprachliche Kompetenz oder auf das Verständnis von Fachinhalten. Als Gastvortragende stellten Prof. Dr. Paul P. M. Leseman von der Universität Utrecht und Prof. Dr. Nancy Hornberger von der University of Pennsylvania aktuelle Ergebnisse ihrer Forschung zur Mehrsprachigkeit vor. In einer von Martin Spiewak (Die ZEIT) moderierten Abschlussdiskussion wurde die Bedeutung der Ergebnisse mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Forschung, der Arbeitswelt, der Bildungspraxis und der Bildungspolitik besprochen.

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"NEPS-Ergebnisse 2016 kompakt": Muttersprache nützt zugewanderten Jugendlichen beim Lesen

Beherrscht man die Muttersprache gut, so wirkt sich das positiv auf den Erwerb der deutschen Sprache aus. Dieses wahrscheinlich sprachunabhängige Wissen (sprich: das Wissen u. a. über Grammatik, Syntax oder Linguistik) wird auf das Deutsche übertragen und unterstützt mehrsprachige Jugendliche in ihren Lesefähigkeiten. Das haben Aileen Edele und Prof. Dr. Petra Stanat von der Humboldt-Universität zu Berlin, Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, herausgefunden. Sie haben untersucht, welcher Zusammenhang zwischen dem Hörverstehen in der Muttersprache und den Lesefähigkeiten im Deutschen besteht. Dazu haben sie Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS Startkohorte 4) von 1164 Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern unterschiedlicher Schultypen mit den Muttersprachen Türkisch und Russisch ausgewertet. Das NEPS erhebt zahlreiche Längsschnittdaten zu Bildungsprozessen und Kompetenzentwicklungen in Deutschland, die für solche Sonderauswertungen genutzt werden können.

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Rückblick: BiSS-Jahrestagung 2016 "kommt zur Sprache"

Unter dem Motto "Zur Sprache kommen. Migration und Heterogenität als Herausforderungen pädagogischer Professionalisierung" sind im vergangenen November rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft, Bildungspraxis und -politik zur jährlichen Tagung der Bund-Länder-Initiative BiSS (Bildung durch Sprache und Schrift) in Mannheim zusammengekommen. Praktische Beispiele wurden im Podiumsgespräch mit dem Titel "Mit Mehrsprachigkeit als gesellschaftliche Realität professionell umgehen - Perspektiven für Kita und Schule" dargestellt: Weitere Best-Practice-Beispiele wie etwa Vorlesebücher in verschiedenen Sprachen zeigten gelebte Mehrsprachigkeit und Wertschätzung gegenüber anderen Sprachen in Kita und Schule. Ein wichtiges Thema war auch die Sprachförderung für neuzugewanderte Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen von BiSS erarbeiten Lehrerinnen und Lehrer derzeit Materialien und Unterrichtskonzepte dazu. In einer Fachgruppe beraten Verantwortliche aus den Bundesländern über die Ergebnisse und gehen der Frage nach, wie sich eine gelingende Integration dieser Zielgruppe in das deutsche Schulsystem bestmöglich gestalten lässt.

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In Zahlen: 600 türkische Aufsätze werden untersucht

Prof. Dr. Nicole Marx (Universität Bremen) und Prof. Dr. Torsten Steinhoff (Universität Siegen ) analysieren 600 Aufsätze in türkischer Sprache sowie 2000 deutschsprachige Texte daraufhin, wie mehrsprachige Schülerinnen und Schüler Texte erstellen und überarbeiten, wie sich Schreibfähigkeiten entwickeln und wie dies mit dem familiären Sprachgebrauch, der Lesemotivation oder der Schulform zusammenhängt. Das Verbundprojekt "Textrevisionen in der multilingualen Orientierungsstufe" ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes "Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit". Zurzeit analysieren die Forscherinnen und Forscher die Texte hinsichtlich der darin sichtbaren Überarbeitungskompetenz der Kinder: Beschrieb ein Schüler zuvor beispielsweise ein Bild mit dem Satz "Er hat da eine Pizza", so gelangt er nach einer Überarbeitung zu einem komplexeren Satz wie "In der linken Hand hält er ein dreieckiges großes Pizzastück". In diesen Analysen werden schließlich Kategorien gewonnen, die dazu dienen, die Überarbeitungen sowohl im Deutschen als auch im Türkischen noch differenzierter beschreiben zu können. Am Ende des Vorhabens soll ein empirisch fundiertes Unterrichtskonzept zum Schreiben von Aufsätzen für ein- und mehrsprachige Jugendliche stehen.

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Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung erschienen

Die Digitalisierung bedingt für die kulturelle Bildung Veränderungen, die in ihren Konsequenzen und Potenzialen weitgehend unerforscht sind. Deshalb hat das BMBF - im Kontext des nächsten Rahmenprogramms im Bereich Bildungsforschung - eine Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung veröffentlicht. Die Forschungsprojekte sollen sich bildungswissenschaftlich fundiert und in den Diskursen kultureller Bildung verankert empirisch mit den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die kulturelle Bildung beschäftigen.

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Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur Qualitätsentwicklung für gute Bildung in der frühen Kindheit am 6.3.2017 veröffentlicht

Frühkindliche Bildung ist von großer Relevanz für die gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder. Sie trägt dazu bei, Kindern mehr Chancengerechtigkeit in den Bildungsinstitutionen und der Gesellschaft zu ermöglichen und ist die Basis für ein gelingendes lebenslanges Lernen. Für diesen nachhaltigen Effekt ist eine hohe Qualität der Kindertageseinrichtung wichtig. Mit der Förderrichtlinie "Qualitätsentwicklung für gute Bildung in der frühen Kindheit" sollen deshalb nun Gelingensbedingungen für eine hohe Qualität näher betrachtet werden.

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Bildnachweise:
Bildungsforschungstagung: BMBF/Der Fotograf Berlin
Tagung Mehrsprachigkeit: Koordinierungsstelle des Forschungsschwerpunkts


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