Im Juni 2008 wurde der Nationale Krebsplan (NKP) durch das Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft (www.krebsgesellschaft.de/), der Deutschen Krebshilfe (www.krebshilfe.de) und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (www.tumorzentren.de/) initiiert. Den Mitwirkenden ist es gelungen zahlreiche engagierte Partner für eine Zusammenarbeit zu gewinnen, darunter die Länder, die Krankenkassen, die Rentenversicherung, die Leistungserbringer, die Wissenschaft und die Patientenverbände. Mit dem Ziel, die Versorgungssituation für Krebspatientinnen und -patienten in Deutschland entscheidend zu verbessern, wurden zunächst vier Handlungsfelder identifiziert, in denen ein dringlicher Handlungsbedarf gesehen wird:
Handlungsfeld 1: Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung Handlungsfeld 2: Weiterentwicklung der onkologischen Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung Handlungsfeld 3: Sicherstellung einer effizienten onkologischen Behandlung (Schwerpunkt zunächst auf onkologischer Arzneimitteltherapie) Handlungsfeld 4: Stärkung der Patientenorientierung.
Im Rahmen dieser Handlungsfelder wurden in unterschiedlichen Arbeitsgruppen und Unterarbeitsgruppen 13 übergreifende Ziele und rund 40 Teilziele definiert.
Im Sommer 2011 hat das BMG eine Bekanntmachung zur „Forschung im Nationalen Krebsplan“ veröffentlicht, die einen Beitrag zur Erreichung der definierten Ziele leisten soll. Seit März 2012 werden im Förderschwerpunkt „Forschung im Nationalen Krebsplan“ unterschiedliche Projekte zu folgenden Themenfeldern gefördert:- Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung (bezieht sich auf Handlungsfeld 1 des NKP)- Psychosoziale/psychoonkologische Unterstützung von Krebspatientinnen und -patienten (bezieht sich auf Handlungsfeld 2 des NKP)- Patientenorientierung in der Onkologie – Informierte Entscheidung und Patientenkompetenz (bezieht sich auf Handlungsfeld 4 und Ziel 1 des Handlungsfelds 1 des NKP)
Der Projektträger unterstützt das BMG wissenschaftlich, fachlich und organisatorisch bei der Koordination des Nationalen Krebsplans und ist für die Konzeption und Begleitung des Förderschwerpunkts zuständig.Weitere Informationen zum Nationalen Krebsplan finden sich unter http://www.bmg.bund.de/praevention/nationaler-krebsplan.html.