In Deutschland erkranken jährlich ca. 400.000 bis 600.000 Patientinnen und Patienten an Krankenhausinfektionen, schätzungsweise zwischen 7.500 und 15.000 sterben daran. Die Hauptursache für die Zunahme von Antibiotika-Resistenzen sind die unsachgemäße Verordnung und Anwendung von Antibiotika sowie Mängel in der Hygiene. Mit dem Ziel der Reduzierung und Verminderung der Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland hat das BMG im Jahr 2008 eine ressortübergreifende Strategie – die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) – ins Leben gerufen. Sie enthält Maßnahmen zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland (s. Link in rechter Spalte). Auch das „Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze“ dient der Eindämmung von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland.
Zur Unterstützung von Maßnahmen zur Reduktion von Antibiotika-Resistenzen wurde im Jahr 2011 unter Mitwirkung des Projektträgers eine Bekanntmachung zum Thema „Antibiotikaresistenz, Hygiene und Nosokomiale Infektionen“ veröffentlicht. Seit April 2012 werden in dem neu initiierten Förderschwerpunkt unterschiedliche Projekte zu folgenden Themenfeldern gefördert:
1. Förderung von Outcome-orientierten Interventionsstudien2. Qualifizierung von Fachkräften3. Förderung von Modellprojekten zur sektorübergreifenden Versorgung zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen und nosokomialen Infektionen4. Weiterentwicklung der Qualitätssicherung Die Projekte mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren werden vom Projektträger begleitet.