ZielZiel des Modellprogramms ist es, die zügige Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zu fördern und Voraussetzungen für die Erprobung weiterführender, über die gesetzlichen Regelungen hinausgehender Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu schaffen. Das Modellprogramm hat damit eine wesentliche Schrittmacherfunktion für die Qualitätssicherung in Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Durchführung von Modellprojekten zur Weiterentwicklung der Versorgungsqualität. Die Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland soll an den Bedürfnissen der Patienten und am internationalen Standard gemessen werden. Darauf aufbauend sollen innovative Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungsqualität modellhaft entwickelt und erprobt werden. Laufende Förderung Zurzeit werden folgende Projekte im Programm verfolgt: Recherche wegweisender Modelle zur Aufgabenneuordnung im Krankenhaus: Das Projekt verfolgt die Identifikation beispielhafter, von deutschen Krankenhäusern eingeleiteter und durchgeführter Modellprojekte bzw. relevanter Umstrukturierungen, die sich mit innovativen Konzepten der Arbeitsorganisation in den Krankenhäusern befassen. Die Ergebnisse der Recherche werden auf einer Internetseite nutzerfreundlich dargestellt, um den direkten Kontakt zwischen den Krankenhäusern und Interessierten zu befördern. Hintergrund des Vorhabens sind die Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Attraktivität der Pflegeberufe und zur Erhöhung ihrer Perspektiven im Krankenhaus, auf die sich die Teilnehmer des 2. Pflegegipfels vom 2. April 2009 verständigt haben (weitere Informationen siehe rechte Spalte unter „Wegweisende Modelle im Krankenhaus“). Patientensicherheit Die derzeitigen Kenntnisse über die Häufigkeit von unerwünschten Ereignissen, Fehlern und Schäden im deutschen Gesundheitssystem stützen sich größtenteils auf im Ausland durchgeführte Untersuchungen. Die internationalen Daten zeigen, dass die „Patientensicherheit“ (also die Abwesenheit von unerwünschten Ereignissen) ein äußerst relevantes Problem im Gesundheitswesen ist. Benötigt werden Studien und Untersuchungen, um gezielte spezifische Maßnahmen entwickeln zu können, die im deutschen Gesundheitswesen die Patientensicherheit verbessern könnten. Weitere Aktivitäten setzen die Generierung verlässlicher populationsbezogener Daten voraus, die für das deutsche Gesundheitswesen mehr Aufschluss über die Häufigkeit von Fehlern und Schäden geben können.Auf dieser Grundlage ist am 11.04.2005 das Aktionsbündnis Patientensicherheit gegründet worden, an dem alle Partner des deutschen Gesundheitswesens mit ihren entsprechenden Ansätzen zur Bearbeitung der Thematik vertreten sind. Durch die Unterstützung der Geschäftsstelle trägt die Förderung des BMG wesentlich dazu bei, die Agenda Patientensicherheit 2005 und den Masterplan des Aktionsbündnisses umzusetzen. Das BMG fördert weiterhin zwei wissenschaftliche Projekte des Instituts für Patientensicherheit. Das erste befasst sich mit der Evaluation von Handlungsempfehlungen zur Vermeidung von unerwünschten Ereignissen und Fehlern bei der medizinischen Behandlung von Patienten im deutschen Gesundheitssystem. Das zweite Projekt untersucht die Validierung, Anwendung und den Populationsbezug von Patientensicherheitsindikatoren (PSI). Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie auf den Seiten des Instituts für Patientensicherheit in Bonn (IfPS) unter www.ifpsbonn.de sowie im Allgemeinen zum Aktionsbündnis in der rechten Spalte unter „Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS)“.