Schwerpunkte des Besuchsprogramms bildeten die Präsentation der Kernaufgaben und im Besonderen die nachhaltige, übernationale Energieforschung und Energietechnik des DLR. Ein Beispiel dafür stammte aus dessen Solarthermieforschung, die eine stetig steigende Bedeutung bei der Energieversorgung der Zukunft hat. Professor Wagner wies hierbei auf die besondere Rolle des DLR im Bereich der Energie- und Umweltforschung auf nationaler und internationaler Ebene hin: „Das zukuntsweisende Projekt DESERTEC haben wir durch unsere Beiträge wesentlich angestoßen, und wir erwarten hier den Einsatz wegweisender Zukunftstechnologien für Gesamteuropa“, sagte Professor Wagner.
Einen Höhepunkt des Besuches bildete die Präsentation des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin des DLR. Dort zeigten die Gäste großes Interesse an der im Bau befindlichen Forschungsanlage :envihab (Environmental Habitat) des DLR. In ihr sollen sich Forscher mit komplexen Fragestellungen befassen, die sich innerhalb eines geschlossenen Lebenserhaltungssystems ergeben. Die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt in langfristiger Sicht bildet im :envihab einen Forschungsschwerpunkt. „Köln zeigt seine Stärke sowohl in der Forschung als auch in der Industrie, das zeigt sich hier im DLR besonders. Uns werden herausragende Forschungsfelder präsentiert, die ein großes Nutzungs- und Anwendungspotential besitzen. Schon deshalb ist natürlich auch die Industrie wie heute die RWE Power AG immer gerne zu Gast“, sagte Hans-Werner Bartsch.
Besonders beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe der RWE Power AG abschließend über die Präsentation des DLR-Sonnenofens, einer Versuchsanlage, in der die Bündelung des Sonnenlichts zu Forschungszwecken eingesetzt wird. Der Sonnenofen bietet Forschern und Anwendern aus Wissenschaft und Industrie vielfältige Möglichkeiten zur Nutzung konzentrierter Solarstrahlung. Er wird insbesondere für Experimente in den Forschungsbereichen "Solare Chemie", "Solarthermie" und "Solare Materialforschung" genutzt.