Während des dreistündigen Rundgangs lernten die Besucher Schwerpunkte der aktuellen DLR Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am Standort Köln kennen. Dr.-Ing. Hans-Gerd Dibowski referierte am Sonnenofen zum Thema: „Die Sonne auf der Erde nutzen“; Der Sonnenofen ist eine Versuchsanlage, in der die Bündelung des Sonnenlichts zu Forschungszwecken eingesetzt wird. Er bietet Forschern und Anwendern aus Wissenschaft und Industrie vielfältige Möglichkeiten zur Nutzung konzentrierter Solarstrahlung, insbesondere für Experimente in den Forschungsbereichen "Solare Chemie", "Solarthermie" und "Solare Materialforschung".
Prof. Dr. Rupert Gerzer, Leiter des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin, trug über „Arbeitsschwerpunkte in der Luft- und Raumfahrtmedizin“ bei und stellte zusätzlich :envihab vor. :envihab ist eine medizinische Forschungsanlage, in der die Wirkung verschiedenster Umweltbedingungen auf den Menschen und mögliche Gegenmaßnahmen erforscht werden. Im Vordergrund stehen Forschungsfragen, die sich mit dem Erhalt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen befassen. Das modulare Haus-in-Haus-Prinzip ermöglicht die Nutzung der verschiedenen Module und ihrer technischen Ausstattung vor Ort, ohne das Gebäude zu verlassen. Auf rund 3500 qm Nutzfläche können dauerhaft bis zu 12 Probanden den gleichen kontrollierten Umweltbedingungen ausgesetzt werden. :envihab ist so ausgelegt, dass große Trainings- oder Simulationsgeräte installiert werden können. Besondere Merkmale sind die Humanzentrifuge im Zentrum von :enivhab sowie Sauerstoffreduktionsbereiche und ein Druckbereich, in denen Höhen bis zu 5500 m simuliert werden können.
Bei einem Rundgang im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) erläuterte Dr. Hans Bolender spezielle Aspekte des Astronautentrainings und aktuelle Fragen der bemannten Raumfahrt. Ein besonderes Highlight für die Besuchergruppe: die Trainingsmodule von innen erleben zu können und einmal das Gefühl zu haben, sich selbst in der Raumstation zu befinden und die Erde zu umkreisen. Ein Einblick in die Arbeiten des Instituts für Raumsimulation, speziell der Vortrag zur Kometen-Mission Rosetta, deren Ergebnisse zum besseren Verständnis der Entstehungsgeschichte unseres Universums beitragen soll, rundeten das Besuchs-Programm ab.