Die EIWK wurde im Jahre 1999 als permanentes Forum des interparlamentarischen Austauschs eingerichtet. Seit Annahme der neuen Charta im Jahre 2011, formen die drei aufeinander folgenden Präsidentschaften ein Trio. Deutschland hatte 2011 die Präsidentschaft inne und bildet 2012 gemeinsam mit Polen und Belgien das Trio. Bei der Jahrestagung wurde Deutschland durch die beiden Abgeordneten Klaus-Peter Willsch MdB und Uwe Beckmeyer MdB repräsentiert. Die deutsche Delegation unter dem Vorsitz von MdB Klaus-Peter Willsch wurde sowohl inhaltlich als auch organisatorisch vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vor Ort unterstützt.
„Die Raumfahrt ist für Europa so wichtig wie nie zuvor“, so Vittorio Prodi MdEP, Vorsitzender der Sky and Space Group des Europäischen Parlaments in seinem Grußwort. Galileo sei dabei als positives Beispiel der europäischen Zusammenarbeit zu sehen. Jean-Jacques Dordain, Generaldirektor der ESA, schloss sich diesem Grußwort an und betonte, die ESA sei mit Polen mit Sicherheit stärker als zuvor („ESA is certainly stronger with Poland than before“).
Im Rahmen des Austauschs mit den anderen Parlamentariern hat Klaus-Peter Willsch MdB, Vorsitzender des Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt und Leiter der deutschen Delegation, die deutschen Programme zur Nachwuchsförderung in der Raumfahrt präsentiert.
Am zweiten und abschließenden Konferenztag stimmten die anwesenden Vollmitglieder der EIWK zum Beitritt von Estland zu und verabschiedeten die 14. Resolution. Die Resolution wird dieses Jahr durch eine separate Deklaration komplementiert, in der sich die Mitglieder für einen positiven Erfolg der im November in Neapel stattfindenden ESA-Ministerratskonferenz aussprechen.
Im kommenden Jahr wird Belgien die Präsidentschaft übernehmen, 2014 Frankreich, so dass Deutschland zum Ende 2012 die Trio-Präsidentschaft abgibt. Die unter der belgischen Präsidentschaft stattfindende Jahrestagung 2013 wird sich voraussichtlich mit dem Thema Jugend und Nachwuchsförderung beschäftigen.