Beim anschließenden Geländerundgang hatten die Mitglieder der Arbeitsgruppe Gelegenheit, die Forschungsschwerpunkte am DLR-Standort Köln selbst zu erleben.
Der Leiter des Astronautenzentrums (EAC) und selbst Astronaut, Frank DeWinne, nahm sich die Zeit, die Besuchergruppe persönlich durch das Zentrum zu führen und berichtete ausführlich über die verschiedenen Trainingsmöglichkeiten zukünftiger Astronauten während ihres Aufenthalts im EAC. Speziell wurde dabei das Training an den Simulatoren für die wissenschaftlichen Experimente an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) vorgestellt.
Zum Thema Forschung für die „Energiewende“ referierten Dr. Hans-Gerd Dibowski und Dr. Karl-Heinz Funken über den DLR-Sonnenofen und das neu errichtete Kompetenzzentrum CeraStorE. Der Sonnenofen des DLR konzentriert das Sonnenlicht 5000-fach und erreicht dabei Temperaturen von bis zu 2500°C. Damit eröffnen sich für Wissenschaftler neue innovative Forschungsfelder und Entwicklungsmöglichkeiten für spätere Industrieprodukte, speziell für die Bereiche der Hochtemperaturchemie und der Materialentwicklung. Unterstützt wird der Sonnenofen durch einen Xenon-Hochleistungsstrahler als Sonnensimulator mit ähnlicher Leistung, mit dem speziell Langzeitversuche und Qualifizierungsaufgaben durchgeführt werden können. „Das neu errichtete Kompetenzzentrum verbindet die DLR-Institute für Technische Thermodynamik, Solarforschung und die Werkstoff-Forschung mit dem Ziel, den Wirkungsgrad in thermischen Prozessen der Energiebereitstellung zu steigern sowie neue Konzepte auf ihre Machbarkeit zu überprüfen“, sagte Dr. Karl-Heinz Funken über die besondere Bedeutung dieser neuen Forschungseinrichtung. „Das DLR hat am Standort Köln die Verbindung zweier Themenschwerpunkte etabliert, die in dieser Kombination dem DLR ein klares Alleinstellungsmerkmal in der Energieforschung bieten“.
„Ich bin immer wieder beeindruckt über das Potential der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten dieses Standortes“, sagte Bundestagsabgeordnete Petra Müller am Ende des Rundgangs.