Bei einem Besuch von DLR und ESA am 24. August 2011 lernte Staatssekretär Dockter ausgewählte DLR-Forschungs- und Entwicklungsprojekte und das Europäische Astronautenzentrum EAC intensiv kennen.
Der Besuch mit Informations- und Arbeitscharakter wurde vom DLR-Vorstandsvorsitzenden, Professor Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner begleitet. „Die intensive Kommunikation mit der Politik ist für das DLR eine wesentliche Grundlage seiner Außendarstellung. Das DLR arbeitet für Staat und Gesellschaft und schafft so die Grundlage für einen qualitativen Fortschritt für die Herausforderungen wie z.B. Klimawandel oder die wachsende Ressourcen- und Energieverknappung“, so Prof. Wörner in seinen Begrüßungsworten.
Schwerpunkte des Besuchsprogramms waren die Vorstellung der Kernaufgaben des DLR und speziell die nachhaltige, übernationale Energieforschung - mit Beispielen des DLR aus dessen Solarthermieforschung, die eine steigende Bedeutung bei der Energieversorgung der Zukunft hat.
Bei der Präsentation des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin wurde lebendig, wie mit der neuen Forschungseinrichtung :envihab die auf Langzeit ausgerichtetemedizinische Forschung vorangetrieben werden soll. :envihab soll die Voraussetzungen schaffen, lebenswissenschaftliche Forschung auf international höchstem Niveau durchzuführen. Durch das inhaltlich, aber auch baulich modulare Gesamtkonzept ermöglicht :envihab, zukünftige Forschungsbereiche hinzuzufügen, die weit über vorwiegend medizinische Forschungsaufgaben hinausgehen und sich strategisch solchen Forschungsaufgaben widmen, deren Anwendungen wir bereits heute auf der Erde dringend benötigen. Staatssekretär Dockter betonte ausdrücklich, das durch :envihab nicht nur der Standort NRW in erheblichem Maße profitiere, sondern auch ein bedeutsamer Beitrag für die internationale Reputation des Wissenschaftsstandortes Deutschland insgesamt erreicht werde.
Desweiteren wurde das Projekt "MATROSHKA" präsentiert, das sich auf der Internationalen Raumstation befand zur Bestimmung der Strahlenbelastung der Astronauten und der biologischen Wirkungen der Strahlungsumgebung im Weltraum, eine der Kernfragen für die Zukunft der bemannten Raumfahrt.
Mit der neuen Kurzarmzentrifuge, die bis zu zwei Menschen gleichzeitig erhöhter Schwerkraft aussetzen kann, sollen Behandlungsmethoden für die bemannte Raumfahrt entwickelt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit von Astronauten im Erdorbit.
Im Europäischen Astronautenzentrums EAC wurden die Aufgaben der europäischen Astronauten und des EAC erläutert und insbesondere auch die neuen Herausforderungen diskutiert, denen sich die europäische Raumfahrt nach Einstellung der US-amerikanischen Shuttleflüge zu stellen habe.