Zum Auftakt des mehrstündigen Informationsaufenthaltes präsentierten der Vorstand für Verkehr und Energie des DLR, Professor Dr. Ulrich Wagner und der Leiter Politik- und Wirtschaftsbeziehungen des DLR, Bernhard Fuhrmann, dem Abgeordneten Aufgaben und Anforderungen an das DLR mit unterschiedlichen Akzentuierungen. Wagner fokussierte neben der Alleinstellung des DLR in der öffentlichen Luft- und Raumfahrtforschungslandschaft Deutschlands auf die aktuell gesellschaftlich besonders relevanten Forschungsbereiche „Energie“ und „Mobilität“. „Das DLR ist für Luft- und Raumfahrtforschung und -technik bekannt. Mit seinen jüngeren Schwerpunkten „Energie“ und „Verkehr“ nehme es mittlerweile am wissenschafts- und gesellschaftpolitischen Diskurs an führender Stelle teil. Beiträge des DLR zur Ressourcen- und Umweltschonung seien großteils exzeptionell“, betonte Wagner. Das DLR sei mit seinem Slogan „Wissen für Morgen“ hierzu sehr gut positioniert, betonte Fuhrmann und wies insbesondere auf die große Bedeutung der Vermittlungsarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und der Politik hin: „Heute kann Politik hochspezialisierte Forschung und Wissenschaft nur dann nachvollziehen und verstehen und damit auch positiv gestalten, wenn sie permanent und auf hohem Niveau über relevante Strömungen in der Forschungslandschaft informiert wird.“
Lindner griff diesen Faden auf: „Mir ist wichtig, dass wir einfache wie pragmatische Lösungen finden, denn Politik und Verwaltung sollen die Wirtschaft unterstützen - nicht umgekehrt. Um beispielsweise unsere Bürokratie nicht ins Uferlose wachsen zu lassen, ist es wichtig, dass wir unsere Gesetze und Initiativen regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Wir haben beispielsweise die Hochschulen mit größeren autonomen Handlungsspielräumen ausgestattet und damit auch einen Schub an Kreativität und am Ende auch Qualität erreicht.“
Zum Abschluss seines mehrstündigen Informationsbesuchs zog das DLR den Bundestagsabgeordneten mit einer Präsentation von Professor Dr. Rainer Willnecker bildhaft gesprochen in die Weiten des Universums. Willnecker leitet das DLR-Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) und stellte Lindner die Mission Rosetta vor. Rosetta ist eine Raumfahrtmission, deren Ziel die Landung eines unbemannten Raumschiffs auf einem Kometen ist, die 2014 stattfinden soll. Was unter anderem Technologieentwicklung an der Grenze des heute Erreichbaren bedeutet, dient nicht zuletzt auch der Weitung des menschlichen Horizontes in viele Richtungen, so auch der Grundlagenforschung und der Erkenntnisgewinnung über die Entstehung des Sonnensystems.