Aktuelles

Staatssekretär Stefan Kapferer auf Informationsbesuch im DLR



Energieforschung für unsere Zukunft stand im Mittelpunkt der Gespräche

 Begrüßung im Vorstandsgebäude des DLR in Köln
zum Bild Begrüßung im Vorstandsgebäude des DLR in Köln

Bei seinem Besuch im DLR am 09. August hat der Staatssekretär Stefan Kapferer, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die Bedeutung der Forschung und Entwicklung für die Energiewende der Bundesrepublik hervorgehoben. Der Vorstandsvorsitzende des DLR, Professor Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner wies insbesondere auf die exzellente Forschung des DLR hin, in Bezug auf innovative Techniken zur effizienten Stromerzeugung, die Entwicklung von Energiespeichern und den Einsatz der Systemanalyse, mit denen das DLR zur Lösung bei Fragen der Energiewende beitragen kann. „Die Bundesregierung hat hohe Maßstäbe bei den energiepolitischen Zielen gesetzt. Die Forschung kann und muss hierzulande entscheidende Beiträge leisten“, sagte Kapferer.

An der Gesprächsrunde haben führende Vertreter der für den Energiebereich verantwortlichen Institute des DLR teilgenommen. Der Staatssekretär konnte sich davon überzeugen das die Energieforschung des DLR kompetente Lösungen für die Praxis bereitstellt.

 

 Institut für Solarforschung: Staatssekretär Stefan Kapferer informierte sich über Sonnenwärmekraftwerke und ihren Beitrag zur regenerativen Stromerzeugung.
zum Bild Institut für Solarforschung: Staatssekretär Stefan Kapferer informierte sich über Sonnenwärmekraftwerke und ihren Beitrag zur regenerativen Stromerzeugung.

„Gebündelte Sonnenstrahlen“
Die Sonne liefert Energie im Überfluss. Die Herausforderung besteht darin, diese Energie effizient und kostengünstig nutzbar zu machen. Bei bestem Sonnenschein konnte Staatssekretär Kapferer einem Experiment zur Erzeugung von solarem Wasserstoff bei mehr als 1000°C mittels 5000-fach konzentrierter Solarstrahlung im Sonnenofen des DLR beiwohnen. „hier werden die Grundlagen geschaffen, dass in Zukunft auch Flugzeuge und Schiffe die sich ab einer bestimmten Größe kaum elektrifizieren lassen klimafreundlich angetrieben werden können“, erläuterte Prof. Robert Pitz-Paal, Co-Direktor des Instituts für Solarforschung.

„CeraStorE“
Keramische Bauteile können aufgrund ihrer außerordentlichen Hitzebeständigkeit die Effizienz vieler energietechnischer Prozesse verbessern. Insbesondere faserverstärkte keramische Verbundwerkstoffe zeichnen sich durch herausragende Schadenstoleranz aus und tragen somit zur Leistungssteigerung der Komponenten bei.
Die Energiewirtschaft steht vor einer weiteren Herausforderung, der effizienten Speicherung von Energie. Mit Hilfe thermischer und thermochemischer Energiespeicher kann in energietechnischen und industriellen Prozessen Wärmeenergie direkt zwischengespeichert oder in eine chemische Form umgewandelt werden. Chemische Speicher werden insbesondere für den Ersatz von fossilen Energieträgern wie z.B. Erdöl benötigt.

 Institut für Solarforschung: Erklärungen zu einem Experiment.
zum Bild Institut für Solarforschung: Erklärungen zu einem Experiment.

„Das neu errichtete Kompetenzzentrum verbindet die DLR-Institute für Technische Thermodynamik, Solarforschung und die Werkstoff-Forschung mit dem Ziel den Wirkungsgrad in thermischen Prozessen der Energiebereitstellung zu steigern sowie neue Konzepte auf ihre Machbarkeit zu überprüfen“, sagte Prof. Dr.-Ing. Stefan Reh, stellvertretender Direktor des Instituts für Werkstoff-Forschung und referierte über die besondere Bedeutung dieser neuen Forschungseinrichtung. „Das DLR hat am Standort Köln die Verbindung zweier Themenschwerpunkte etabliert, die in dieser Kombination dem DLR ein klares Alleinstellungsmerkmal in der Energieforschung bieten: Keramische Werkstoffe in der Energieforschung und thermische Speichertechnologien“, so Wörner. „Um die Bevölkerung und die Wirtschaft langfristig mit Energie zu versorgen, brauchen wir ein nachhaltiges Energie-System. Ich bin mir sicher, das im DLR das Potenzial vorhanden ist einen entscheidenden Beitrag dafür zu leisten“, sagte Kapferer.

 Keramische Werkstoffe für die Energietechnik und thermische Speichertechnologien „CeraStorE“.
zum Bild Keramische Werkstoffe für die Energietechnik und thermische Speichertechnologien „CeraStorE“.

Zum Abschluss des Informationsrundgangs informierte sich Kapferer über die neue Forschungseinrichtung :envihab des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin. Mit :envihab sollen Voraussetzungen geschaffen werden, lebenswissenschaftliche Forschung auf international höchstem Niveau durchzuführen. Im Europäischen Astronautentrainingszentrum (EAC) konnte sich der Staatssekretär über das Astronutentraining informieren und selbst das Gefühl eines Raumflugs im Trainingssimulator der Sojuz-Kapsel erleben.

 

 

 Keramische Werkstoffe für die Energietechnik und thermische Speichertechnologien „CeraStorE“.
zum Bild Keramische Werkstoffe für die Energietechnik und thermische Speichertechnologien „CeraStorE“.
 Staatssekretär Stefan Kapferer im Sojuz-Simulator des Europäischen Astronautentrainingszentrums (EAC).
zum Bild Staatssekretär Stefan Kapferer im Sojuz-Simulator des Europäischen Astronautentrainingszentrums (EAC).

 

 Vor dem Modell des Europäischen Labormoduls Columbus.
zum Bild Vor dem Modell des Europäischen Labormoduls Columbus.


Kontakt
Bernhard Fuhrmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leiter Politik- und Wirtschaftsbeziehungen

Tel: +49 2203 601-4050

Mobil: +49 172 29 32 177

Fax: +49 2203 601-4053

E-Mail: Bernhard.Fuhrmann@dlr.de
Rolf Jansen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Politik- und Wirtschaftsbeziehungen

Tel: +49 2203 601-2904

Mobil: +49 173 5102885

Fax: +49 2203 601-4053

E-Mail: Rolf.Jansen@dlr.de
URL dieses Artikels
http://www.dlr.de/pw/desktopdefault.aspx/tabid-6050/10037_read-35138/