Im Europäischen Astronautentrainingszentrum erläuterte Dr. Hans Bolender die Herausforderungen der bemannten Raumfahrt im Hinblick auf neue Raumtransportsysteme nach dem Einstellen der Space Shuttle Flüge und wies dabei auf die Bedeutung des europäischen Automated Transfer Vehicle (ATV) mit dem Europa einen eigenen Zugang zur Internationalen Raumstation ISS für Frachttransporte unterhält. Anne Glover zeigte sich vom Windkanal ETW ebenso beeindruckt wie vom Status der Kometen-Mission Rosetta, die Dr. Stephan Ulamec im Institut für Raumsimulation vorstellte. Die Ergebnisse der Mission sollen zum besseren Verständnis der Entstehungsgeschichte unseres Universums beitragen.
„:envihab“-Forschung für die Gesundheit
Professor Dr. Rupert Gerzer, Direktor des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin, stellte die neue Forschungseinrichtung :envihab seines Instituts vor. Mit :envihab sollen Voraussetzungen geschaffen werden, lebenswissenschaftliche Forschung auf international höchstem Niveau durchzuführen. Der Name :envihab verbindet die Begriffe "environment" (englisch für Umwelt) und "habitat" (lateinisch für Wohnstätte, Lebensraum). Das Konzept :envihab beschäftigt sich mit komplexen Fragestellungen eines Lebenserhaltungssystems und der Wechselwirkung von Mensch und Umwelt aus medizinischer, biologischer und psychologischer Sicht. „Das Alleinstellungsmerkmal von :envihab international einzubringen, kann hierbei zur Basis nachhaltiger Entwicklungen im Gesundheitswesen führen“, so Glover.
„Gebündelte Sonnenstrahlen“
„CeraStorE“
„Das neu errichtete Kompetenzzentrum verbindet die DLR-Institute für Technische Thermodynamik, Solarforschung und die Werkstoff-Forschung mit dem Ziel den Wirkungsgrad in thermischen Prozessen der Energiebereitstellung zu steigern sowie neue Konzepte auf ihre Machbarkeit zu überprüfen“, sagte Prof. Dr.-Ing. Stefan Reh, stellvertretender Direktor des Instituts für Werkstoff-Forschung.
Am Ende des Besuchs betonte Prof. Anne Glover: „Ich bin sicher, das alle Forschungsgebiete des DLR beispielhaft international vernetzt sind und zur Stärkung Europas beitragen werden. Die DLR Initiative zur Gewinnung von Nachwuchs-Wissenschaftlern ist vorbildlich“.