Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DLR, Klaus Hamacher, begrüßte die Delegation aus Düsseldorf und äußerte sich erfreut über die Möglichkeit, den Repräsentanten des Landtags erstmals das DLR vorstellen zu können: „Vor allem möchte ich auf die Bedeutung der guten Beziehungen zwischen NRW und dem DLR hinweisen, die zu sehr erfolgreichen und vielversprechenden Forschungskooperationen gerade hier in Köln geführt haben und noch führen werden. Da gilt mein besonderer Dank auch dem Landtag und seinen Vertretern. Die Beziehungen zu den Volksvertretern sind dem DLR sehr wichtig, gerade weil sein Anspruch, gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen mit wissenschaftlicher Expertise zu begegnen, den regen Austausch mit der Bevölkerung braucht“, so Hamacher.
Präsidentin Gödecke bedankte sich für den Empfang im DLR und wies darauf hin, dass gerade Einladungen wie die zum DLR gerne akzeptiert seien und das gesamte Präsidium immer wieder wichtige Institutionen im Lande besuche.
Als zweite Station stand :envihab auf dem Programm, eine medizinische Forschungsanlage des DLR, in der die Wirkung verschiedenster Umweltbedingungen auf den Menschen und mögliche Gegen-maßnahmen erforscht werden. Der Name :envihab verbindet die Begriffe "environment" (Umwelt) und "habitat" (Wohnstätte, Lebensraum). Das Konzept :envihab beschäftigt sich mit den komplexen Fragestellungen eines Lebenserhaltungssystems und der Wechselwirkung von Mensch und Umwelt aus medizinischer, biologischer und psychologischer Sicht. Im Vordergrund stehen Forschungsfragen, die sich mit dem Erhalt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen befassen.
Der stellvertretende Institutsleiter, Prof. Dr. Bernhard Koch, führte durch die Anlage und stellte die geplanten Forschungsdesigns der kommenden Jahre anschaulich vor. „In dieser weltweit fast einzigartigen Forschungsanlage werden Wissenschaftler interdisziplinärin den kommenden Jahrzehnten Antworten auf die sehr komplexen Fragestellungen der Wechselwirkung von Mensch und Umwelt finden“, so Prof. Koch.
Zum Abschluss bekamen die Besucher einen Einblick in die Welt der ESA. Am Europäischen Astronautenzentrum EAC gab Dr. Andreas Diekmann, Strategic planning and future development, Einblick in die Ausbildung der ESA-Astronauten. Die Ausführungen zum Missionstrainingund über die Aufgaben beim Aufenthalt an Bord der Internationalen Raumstation ISS fanden großes Interesse.