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DLR unterstützt deutsche Delegation bei Europäischer Internationaler Weltraumkonferenz (EIWK) zum Thema „Raumfahrt und Nachwuchs“ in Brüssel



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Von Sonntag, 13. Oktober 2012, bis Dienstag, 15. Oktober 2013, trafen sich Parlamentarier nationaler Parlamente, die sich mit Raumfahrt beschäftigen, unter belgischer Präsidentschaft zur Jahrestagung der Europäischen Interparlamentarischen Weltraumkonferenz (EIWK) im belgischen Senat in Brüssel.

Die EIWK wurde im Jahre 1999 als permanentes Forum des interparlamentarischen Austauschs eingerichtet. Seit Annahme der neuen Charta im Jahre 2011, formen die drei aufeinander folgenden Präsidentschaften ein Trio. Deutschland hatte 2011 die Präsidentschaft inne und hat zum Ende 2012 die Trio-Präsidentschaft abgegeben. Das Trio bildeten während der diesjährigen Jahrestagung Polen, Belgien, und Frankreich.

 Delegationsleiter MdB Klaus-Peter Willsch während des ersten Konferenztages
zum Bild Delegationsleiter MdB Klaus-Peter Willsch während des ersten Konferenztages

Bei der diesjährigen Jahrestagung mit dem Thema „Raumfahrt und Nachwuchs“ wurde Deutschland durch den Vorsitzenden der Parlamentsgruppe für Luft- und Raumfahrt Klaus-Peter Willsch MdB repräsentiert. Die deutsche Delegation wurde inhaltlich und organisatorisch vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt.

Unter dem Motto „Let us face together new challenges and let us expand Space borders.“ bildeten Themen wie Raumfahrt und Bildung und Perspektiven und Projekte für Young Professionals und Studenten den Mittelpunkt der Diskussionen der diesjährigen Jahrestagung. „Neue Möglichkeiten für Young Professionals zu schaffen, liegt allen am Herzen.“, so Sabine de Bethune, Präsidentin des Belgischen Senats, in ihrer Eröffnungsrede. In diesem Zusammenhang stellte der erste Gewinner des ESA Nachhaltigkeitspreises, Maxime Puteaux, sein Projekt Mars4Earth vor. Dieses zeigt die positiven Effekte von Marsexploration auf Nachhaltigkeit auf der Erde.

 Virginie Hager, Absolventin des GTP, während der Paneldiskussion der Young Professionals aus den EIWK Mitgliedsstaaten
zum Bild Virginie Hager, Absolventin des GTP, während der Paneldiskussion der Young Professionals aus den EIWK Mitgliedsstaaten
Am Vormittag des ersten Konferenztages diskutierten elf Young Professionals aus den elf EIWK Mitgliedstaaten die Perspektiven für Nachwuchs in der Raumfahrtbranche. „Wir müssen wieder Träume kreieren“, so Viginie Hager, Absolventin des German Trainee Programme und nun Mitarbeiterin von ESA-ESTEC, während der Diskussion. Die Diskussion wurde komplementiert durch ein Panel, besetzt mit Industrievertretern zum Thema Nachwuchsgewinnung am Nachmittag. Grundsätzlich sei es schwierig geeignete Kandidaten zu finden, so die Industrievertreter. Mittels Praktika könnten Kandidaten bereits ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Das eigentlich „training“ würde jedoch „on the job“ passieren. Man habe die Erfahrung gemacht, dass man Expertise am besten im eigenen Haus vermitteln kann, so die Industrievertreter weiter. Peter Hulsroj, Direktor des European Space Policy Institute (ESPI) in Wien, sprach in seinem Schlußwort von einem „mismatch“. Einerseits hätten die Young Professionals ihre Schwierigkeiten vom Berufseinstieg in der Raumfahrtbranche geschildert, welche wiederum im Kontrast mit den Erfahrungen der Industrie stünden.

Am zweiten und abschließenden Konferenztag verabschiedeten die anwesenden Vollmitglieder der EIWK die 15. Resolution. Diese greift die bei der Jahrestagung diskutierten Themen wie Nachwuchsförderung, insbesondere weiblicher Nachwuchskräfte, und Raumfahrt und Bildung auf. Die EIWK spricht sich zudem für eine engere Zusammenarbeit mit dem Space Generation Advisory Council (SGAC), einem NGO, das Studenten und Young Professionals der Raumfahrt gegenüber den Vereinten Nationen, Raumfahrtagenturen, Industrie und Akademia repräsentiert, aus. Die EIWK fordert u.a. die Universitäten der Mitgliedsländer auf, Projekte zu Klein- und Leichtsatelliten sogenannten „cube sats“ ins Leben zu rufen. Die EIWK beschließt des Weiteren den Nachhaltigkeitspreis fortzuführen und eine Working Group zum Thema „EISC Internship Programmes“ einzurichten.

Die Mitgliedsstaaten Luxemburg und Tschechien haben dieses Jahr aufgrund der zeitgleich stattfindenden Wahlen nicht teilgenommen. Im kommenden Jahr wird Frankreich die Präsidentschaft übernehmen, 2015 voraussichtlich Spanien. Die unter der französischen Präsidentschaft stattfindende Jahrestagung 2013 wird sich voraussichtlich mit dem Thema Raumfahrt und Wirtschaft beschäftigen und im Herbst in Paris stattfinden. Es ist ein Workshop im April in Toulouse geplant. Sowohl Griechenland als auch Österreich haben ihren Beitrittswunsch bekundet.

 Gruppenfoto der diesjährigen EISC Teilnehmer (Bild: Guy Goossens)
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Kontakt
Nina-Louisa Remuß
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

Politik-und Wirtschaftsbeziehungen

Tel: +49 30 67055-478

Fax: +49 30 67055-475

E-Mail: nina-louisa.remuss@dlr.de
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http://spacegeneration.org/
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EISC Resolution 2013 (http://www.dlr.de/pw/Portaldata/68/Resources/dokumente/Resolution_15th_EISC_(version_15_10_2013).pdf)
EISC Programm 2013 (http://www.dlr.de/pw/Portaldata/68/Resources/dokumente/DRAFT_PROGRAMME___GENERAL_INFORMATION_OCTOBER_2013.pdf)