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CSU-Fraktionsführung zu Besuch in Oberpfaffenhofen



Der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, MdL, war am 12. März 2014 zu Gast im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen.

Begleitet wurde er von zweien seiner Stellvertreter, Kerstin Schreyer-Stäblein, MdL, und Karl Freller, MdL, sowie von Markus Blume, MdL, dem Vorsitzenden der CSU-Wirtschaftskommission und Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtages.

Der Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, begrüßte die Delegation aus München und schloss einen kurzen Vortrag über die Kernaufgaben des DLR, seine Strategie und Ausrichtung an. Dabei hob er die „langjährige und überaus erfolgreiche Arbeit des DLR an den bayerischen Standorten und die fruchtbare Kooperation mit dem Freistaat Bayern“ hervor und bedankte sich für die Unterstützung des DLR durch die bayerische Politik.

Der Besuch aus dem Maximilianeum zeigte sich sowohl bereits gut vorinformiert,  darüber hinaus auch interessiert an einem vertieften Kennenlernen vor Ort im Hinblick auf die Forschungsfelder und die wissenschaftlichen wie wirtschaftlichen Wirkungen, die eine Einrichtung wie das DLR am Standort Bayern und in ganz Deutschland erzielt.

„Mit dem DLR hier in Oberpfaffenhofen, in Augsburg und in Weilheim haben wir in Bayern eine international wie national renommierte Forschungseinrichtung, auf die wir sehr stolz sind. Wir werden die guten Beziehungen pflegen und die herausragende Forschung weiterhin unterstützen. Was das DLR hier leistet, ist großartig“, so Thomas Kreuzer am Ende der Diskussion.

An die Diskussion schloss sich ein kurzer Rundgang an, bei dem den Abgeordneten die Forschung im DLR hautnah präsentiert wurde.

Institut für Robotik und Mechatronik

 

Am Anfang stand ein Besuch im Institut für Robotik und Mechatronik. Institutsleiter Prof. Dr. Alin Albu-Schäffer stellte den Abgeordneten die faszinierende Forschung vor, mit der eine neue Generation von multisensorierten Leichtbaurobotern für Raumfahrtanwendungen entwickelt werden soll. Auch das hohe Maß an Multidisziplinarität beeindruckte die Gäste aus der Politik; erst durch das Zusammenwirken vieler Forschungsbereiche kann das langfristige Ziel, Menschen von  gefährlichen Aufgaben zu befreien, erreicht werden. Wichtige Bereiche der Forschung sind Mechatronik – Entwicklung von Sensoren und Aktuatoren, Lernen – Anpassung und Selbstverbesserung (?), Vision – Echtzeit- Visuelle Fähigkeiten für intelligente Robotersteuerung, Telerobotik – Fernsteuerungskonzepte für Raumfahrtroboter, Raumfahrtrobotik – Navigation mobiler Plattformen und Medizinrobotik – Robotik in medizinischen Anwendungen.

„Auch wenn unsere Forschung sich im Moment intensiv mit Raumfahrtanwendungen befasst, so unternehmen wir gleichzeitig enorme Bemühungen, um diese Technologien wie z.B. Leichtbaukonzepte in terrestrische Anwendungen zu transferieren“, so Prof. Albu-Schäffer.

Earth Observation Center (EOC)

Die zweite Station des Besuchs stand im Zeichen der Erdbeobachtung. Das Earth Observation Center (EOC) ist ein Institutsverbund im DLR. Es wird gebildet vom Institut für Methodik der Fernerkundung (IMF) und dem Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) des DLR und ist das Kompetenzzentrum für Erdbeobachtung in Deutschland. Die Institute IMF und DFD sind die führenden nationalen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in der Erdbeobachtung mit staatlicher Finanzierung. Prof. Dr.-Ing. Günter Strunz gab den Abgeordneten einen umfassenden Überblick über die Aufgaben, die das DLR im EOC-Verbund erfüllt.

Vor allem die Leistungen, die im Bereich der zivilen Sicherheit und humanitären Hilfe vom DLR erbracht werden, beeindruckten die Abgeordneten. Darüber hinaus beschrieb Prof. Strunz die Entwicklung und Erzeugung hochwertiger Geoinformation für die Umwelterkundung, die Klima- und Atmosphärenforschung. Dazu Prof. Strunz „Hier wird deutlich, was wir als unseren Auftrag verstehen: Das DLR ist angetreten, gesamtgesellschaftlichen  Herausforderungen zu begegnen, mit der gesamten wissenschaftlichen Expertise, die wir haben. Und das auf Weltniveau.“

Das Deutsche Raumfahrt-Kontrollzentrum

Den Abschluss des Rundgangs bildete das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum. Begrüßt wurde die Delegation vom Leiter Missionsbetrieb, Thomas Kuch. Seit mehr als 35 Jahren ist das DLR in Oberpfaffenhofen für den Betrieb von Raumfahrtzeugen verantwortlich, wobei es an zahlreichen unbemannten und bemannten Missionen maßgeblich beteiligt war und ist. In den vergangenen Jahren ist die Vorbereitung und Durchführung von Erdbeobachtungsmissionen als neuer Schwerpunkt hinzugekommen. So wurden seit dem Jahr 2000 die Satelliten CHAMP, BIRD und GRACE gestartet und betrieben. Darüber hinaus bereitet sich das Deutsche Raumfahrt-Kontrollzentrum auf die Durchführung von Betriebsaufgaben für das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo vor. Dabei wird es den Regelbetrieb der 30-Satelliten-Konstellation über mindestens 20 Jahre hinweg durchführen. Bei diesen Aufgaben sind hohe Sicherheitsstandards sowie die Verknüpfung einer Vielzahl komplizierter Betriebsabläufe von entscheidender Bedeutung.

„Wir haben hier in Oberpfaffenhofen eine Einrichtung, die eine Schlüsselrolle in der europäischen Raumfahrt spielt“, so Thomas Kuch.

Am Ende des Besuchs verabschiedeten sich die Abgeordneten vom DLR- Oberpfaffenhofen. „Wir bedanken uns für die eindrucksvolle Vorstellung dieses Juwels in der bayerischen Forschungslandschaft. Und wir freuen uns auf die kommenden Kooperationen und die engeren Kontakte zwischen dem Bayerischen Landtag und dem DLR“, so Thomas Kreuzer.

 

 

 CSU-Fraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer und Prof. Albu-Schäffer bei der Präsentation im Institut für Robotik und Mechatronik
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 v.l.n.r.: Zekeriya Ceyhanli (Standortleitung), Karl Freller, MdL, Prof. Wörner, Markus Blume, MdL, Thomas Kreuzer, MdL, Kerstin Schreyer-Stäblein, MdL, Simon Dietlmeier, Praktikant bei Frau Schreyer-Stäblein, und Thomas Kuch vor einem Modell der Internationalen Raumstation (ISS)
zum Bild v.l.n.r.: Zekeriya Ceyhanli (Standortleitung), Karl Freller, MdL, Prof. Wörner, Markus Blume, MdL, Thomas Kreuzer, MdL, Kerstin Schreyer-Stäblein, MdL, Simon Dietlmeier, Praktikant bei Frau Schreyer-Stäblein, und Thomas Kuch vor einem Modell der Internationalen Raumstation (ISS)

 


Kontakt
Claudia Thüsing
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Politik- und Wirtschaftsbeziehungen

Tel: +49 2203 601-4057

Mobil: +49 172 3853191

E-Mail: claudia.thüsing@dlr.de
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