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Oberbürgermeister Jürgen Roters besucht das DLR Köln



 Gruppenbild im Vorstandsgebäude des DLR in Köln
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Bei einem Besuch im DLR am 08. August 2012 hat der Oberbürgermeister der Stadt Köln, Jürgen Roters, die hervorragenden nachbarschaftlichen Beziehungen gelobt und die Bedeutung des DLR für die Region hervorgehoben. „Ich bin immer wieder beeindruckt über das Potential der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten dieses Standortes“, so Roters. Vor Beginn des Rundgangs wurde Jürgen Roters von dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands, Klaus Hamacher, über neue Forschungseinrichtungen am Standort ausführlich informiert. Vorstandsvorsitzender des DLR, Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, berichtete über die aktuelle NASA Mission, Mars Science Laboratory (MSL), die am 06. August 2012 erfolgreich auf dem Mars gelandet ist. “Wissenschaftler des DLR und der Universität Kiel werden erstmals auf dem Mars Strahlenmessungen vornehmen können“, so Wörner.

Im Informationsrundgang informierte sich Roters über die neue Forschungseinrichtung :envihab des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin. Dr. Elke Rabbow stellte diese bislang einzigartige Anlage vor. Mit :envihab sollen Voraussetzungen geschaffen werden, lebenswissenschaftliche Forschung auf international höchstem Niveau durchzuführen. Der Name :envihab verbindet die Begriffe "environment" (englisch für Umwelt) und "habitat" (lateinisch für Wohnstätte, Lebensraum). Das Konzept :envihab beschäftigt sich mit komplexen Fragestellungen eines Lebenserhaltungssystems und der Wechselwirkung von Mensch und Umwelt aus medizinischer, biologischer und psychologischer Sicht.

 Gruppenbild am DLR-Sonnenofen
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Dr. Hans-Gerd Dibowski referierte am DLR-Sonnenofen ausführlich über den Stand der DLR-Forschung im Bereich der Solarthermie. „Das DLR leistet mit seiner Forschung und Entwicklung wichtige Beiträge zur Energiewende, wo wir vor großen Herausforderungen stehen“, sagte Wörner.

 Institut für Solarforschung: Oberbürgermeister Jürgen Roters informierte sich über Sonnenwärmekraftwerke und ihren Beitrag zur regenerativen Stromerzeugung
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DLR baut Infrastruktur zur Wasserstoffversorgung aus
Christian Fleing informierte den Oberbürgermeister über den Stand der aktuellen Arbeiten. Die Wissenschaftler des DLR-Instituts für Antriebstechnik erforschen seit Jahrzehnten die effiziente und schadstoffarme Verbrennung von fossilen und alternativen Treibstoffen. Ziel ist, es den Verbrennungsprozess in den Brennkammern von Flugzeugtriebwerken und stationären Gasturbinen zu verstehen, zu optimieren und die gewonnenen Erkenntnisse in Industrieprodukte zu überführen. Um auf die steigende Nachfrage nach Versuchskapazität im Bereich alternativer Kraftstoffe zu reagieren, wird bis 2013 die Brennstoffversorgung mit Flüssigwasserstoff am DLR-Standort Köln ausgebaut. Mit dieser Anlage wird in Nordrhein-Westfalen zukünftig eine der weltweit modernsten Testeinrichtungen zur Erforschung von Gasturbinen für Energie und Luftfahrt den Betrieb aufnehmen. “Damit ist das DLR bestens vorbereitet für das Zeitalter der Wasserstofftechnologie, an dessen Anfang wir gerade stehen“, sagte Hamacher.

 Keramische Werkstoffe für die Energietechnik und thermische Speichertechnologien „CeraStorE“
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„CeraStorE“
Das neu errichtete Kompetenzzentrum verbindet die DLR-Institute für Technische Thermodynamik, Solarforschung und die Werkstoff-Forschung mit dem Ziel den Wirkungsgrad in thermischen Prozessen der Energiebereitstellung zu steigern sowie neue Konzepte auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Dr. Nadine Eils und Dr. Martina Neises erläuterten Rothers die besondere Bedeutung dieser neuen Forschungseinrichtung.

Keramische Bauteile können aufgrund ihrer außerordentlichen Hitzebeständigkeit die Effizienz vieler energietechnischer Prozesse verbessern. So können beispielsweise die Emissionen wie auch die Kosten der Stromerzeugung gesenkt werden. Insbesondere faserverstärkte keramische Verbundwerkstoffe zeichnen sich durch herausragende Schadenstoleranz aus und tragen somit zur Leistungssteigerung der Komponenten bei.

Die Energiewirtschaft steht vor einer weiteren Herausforderung, der effizienten Speicherung von Energie. Mit Hilfe thermischer und thermochemischer Energiespeicher kann in energietechnischen und industriellen Prozessen Wärmeenergie direkt zwischengespeichert oder in eine chemische Form umgewandelt werden. Effiziente Energiespeicher sind wichtig für einen umfassenden Einsatz erneuerbarer Energien. Chemische Speicher werden insbesondere für den Ersatz von fossilen Energieträgern wie z.B. Erdöl benötigt. „Mit dem neuen Kompetenzzentrum werden für die Forscher des DLR beste Voraussetzungen geschaffen, um ihre Arbeiten zu diesen zwei Schlüsselthemen zu intensivieren“, so Wörner.


Kontakt
Bernhard Fuhrmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leiter Politik- und Wirtschaftsbeziehungen

Tel: +49 2203 601-4050

Mobil: +49 172 29 32 177

Fax: +49 2203 601-4053

E-Mail: Bernhard.Fuhrmann@dlr.de
Rolf Jansen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Politik- und Wirtschaftsbeziehungen

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Fax: +49 2203 601-4053

E-Mail: Rolf.Jansen@dlr.de
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