Bei einem Besuch von DLR und ESA am 31. August 2011 konnten den Gästen innovative DLR-Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie das Europäische Astronautenzentrum EAC präsentiert werden.
Der Besuch wurde vom DLR-Vorstandsvorsitzenden, Professor Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner begleitet. „Das DLR schafft Grundlagen und Lösungspotentiale für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie beim Klimawandel oder der wachsenden Ressourcen- und Energieverknappung“, so Prof. Wörner in seinen Begrüßungsworten. "Die Pflege der lokalen politischen Netzwerke spielt dabei für das DLR eine wichtige Rolle".
Schwerpunkte des Besuchsprogramms waren die Vorstellung der Kernaufgaben des DLR und speziell die nachhaltige, übernationale Energieforschung - mit Beispielen des DLR aus dessen Solarthermieforschung, die eine steigende Bedeutung bei der Energieversorgung der Zukunft hat. Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser betonte ausdrücklich die besondere Bedeutung das DLR im Bereich der Energie- und Umweltforschung auf nationaler und internationaler Ebene. Sie sei sehr froh, eine derart exzellente Forschungseinrichtung im Wahlkreis zu haben.
Bei der Präsentation des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin zeigte sich Bundestagsabgeordneter Dr. Michael Paul enorm beeindruckt über die entstehende Forschungsanlage :envihab (Environmental Habitat) des DLR. Dort sollen sich Forscher langfristig mit den komplexen Fragestellungen eines geschlossenen Lebenserhaltungssystems und der Wechselwirkung Mensch und Umwelt befassen. Das Habitat wird dabei verschiedensten Forschungen zu den Themen Lebenswissenschaften und Raumfahrt dienen. Zusätzlich wurde im Insititut der Bereich Telemedizin und Telematik präsentiert. Dieser ist, erstmalig aus der Fernbetreuung von Astronauten, mittlerweile aus der irdischen Anwendung nicht mehr hinwegzudenken. Erkenntnisse zur Osteoporoseforschung, zum Salzhaushalt des menschlichen Körpers und zur Übertragung von Daten sind hier nur einige Beispiele. Der Telemedizin wird in Zeiten des Kostendrucks im Gesundheitswesen ein immer höherer Stellenwert zukommen.
Die Mission Rosetta soll die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems erforschen, indem sie einen der ältesten und ursprünglichsten Himmelskörper, einen Kometen, untersucht. Die Mission besteht aus einem Orbiter und der Landeeinheit Philae. Das DLR hat wesentliche Anteile beim Bau des Landers und betreibt das Lander-Kontrollzentrum, das die schwierige und bisher noch nie gewagte Landung auf dem Kometen vorbereitet und betreuen wird. Die Missionsziele wurden eindrucksvoll erläutert und trafen bei den Besuchern auf Begeisterung.
Im Europäischen Astronautenzentrums EAC wurden die vielfältigen Aufgaben der europäischen Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation vom Leiter des EAC, Herrn Michel Tognini, eingehend erläutert und zusätzlich konnten die Besucher die Astronauten-Trainingseinrichtungen, speziell das MockUp des Europäischen Labormoduls "Columbus", besichtigen.