Bei einem Besuch im DLR am 24. Mai hat der Bundestagsabgeordnete Klaus Ernst die Bedeutung der Forschung und Entwicklung für die Neugestaltung der Energiepolitik des Bundes und dem damit verbundenen Schutz der Umwelt hervorgehoben. „Ich bin beindruckt über das DLR als Arbeitgeber in der Bundesrepublik. Mit seinen 16 Standorten beschäftigt das DLR ca. 7000 Personen. Außerdem setzt das DLR Maßstäbe in seiner Nachwuchsausbildung, insbesondere mit den DLR-Schoollabs“, so Ernst.Im Informationsrundgang informierte sich Ernst über die neue Forschungseinrichtung :envihab des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin. Prof. Dr. Bernhard Koch stellte diese bislang einzigartige Anlage, deren Inbetriebnahme für dieses Jahr geplant ist, vor. Mit :envihab sollen Voraussetzungen geschaffen werden, lebenswissenschaftliche Forschung auf international höchstem Niveau durchzuführen. Der Name :envihab verbindet die Begriffe "environment" (englisch für Umwelt) und "habitat" (lateinisch für Wohnstätte, Lebensraum). Das Konzept :envihab beschäftigt sich mit komplexen Fragestellungen eines Lebenserhaltungssystems und der Wechselwirkung von Mensch und Umwelt aus medizinischer, biologischer und psychologischer Sicht.
Zum Abschluss besuchte Ernst das Institut für Werkstoff-Forschung, dessen Forschungsschwerpunkt in der Entwicklung von neuen Werkstofflösungen und deren Verarbeitungstechniken für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, in der Energietechnik und in der Fahrzeugtechnik liegt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Heinz Voggenreiter besichtigte Ernst die so genannte TEG-Line, in der prototypische thermoelektrische Generatoren vom Pulver bis zum Prototyp hergestellt werden können, sowie das Beschichtungszentrum der Einrichtung, dass das DLR in die Lage versetzt, neuen Herausforderungen in der Turbine, wie niedrigere Schadstoff-Emissionen, geringerer Treibstoffverbrauch und längere Komponentenlebensdauer bei gleichzeitiger Kostenreduktion gerecht zu werden.