Aktuelles

Bundestagspräsident Lammert eröffnet parlamentshistorische Ausstellung im Deutschen Dom



Bildprodukte des DLR-Berlin-Adlershof in der Ausgangslobby platziert

Am Dienstag, dem 3. September 2013, hat Bundestagspräsident Norbert Lammert, MdB, die parlamentshistorische Ausstellung „Wege - Irrwege - Umwege" im Deutschen Dom am Berliner Gendarmenmarkt wiedereröffnet. Der Deutsche Dom ist eine Liegenschaft des Bundes und wird schon lange nicht mehr kirchlich genutzt. Die Ausstellung zeigt auf fünf Etagen die historische Entwicklung des parlamentarischen Systems in Deutschland. Sie widmet sich vorrangig jenen Epochen, in denen die wesentlichen Grundlagen für die politische Ordnung der Bundesrepublik Deutschland gelegt worden sind. Parlamentarische Entscheidungsprozesse und Konflikte werden ebenso nachgezeichnet wie Funktion und Arbeitsweise von Volksvertretungen. Entstehung, Entwicklung und Arbeit der politischen Parteien in Deutschland werden dargestellt.

 Bundestagspräsident Norbert Lammert, MdB, ist von der Qualität der DLR Exponate während des Eröffnungsrundgangs beeindruckt.
zum Bild Bundestagspräsident Norbert Lammert, MdB, ist von der Qualität der DLR Exponate während des Eröffnungsrundgangs beeindruckt.

Das DLR kooperiert mit dem Bundestag auf mehreren Feldern. Für die Ausstellung stellten das Institut für Planetenforschung und das Institut für Optische Sensorsystem des DLR-Adlershof der Bundestagsverwaltung vier Luftaufnahmen des Parlamentsviertels mit dem Titel „Zeitreise“ als Exponate zur Verfügung. Sie zeigen die historische Entwicklung des Gebietes von 1989 bis 2012. Das Projekt im Deutschen Dom wurde von den Politik- und Wirtschaftsbeziehungen des DLR federführend betreut und koordiniert. Weitere Zusammenarbeit zwischen DLR und Bundestag im Deutschen Dom ist geplant.

 Das Ensemble zeigt die historische Entwicklung des Parlamentsviertels seit 1989.
zum Bild Das Ensemble zeigt die historische Entwicklung des Parlamentsviertels seit 1989.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Einheit wurde das geteilte Berlin weder von ostdeutschen noch von westdeutschen Flugzeugen mit Luftbildkameras überflogen. Nach der Wende begann das DLR-Institut für Planetenforschung aus Berlin-Adlershof in den 90er-Jahren mit dem für die russische Forschungssonde Mars 96 und die europäische Mission Mars Express entwickelten und für Luftbildaufnahmen angepassten Kamerasystem HRSC (High Resolution Stereo Camera) die Hauptstadt Deutschlands zu befliegen. Die hoch aufgelösten Stereo-Bilddaten der Berliner „Stadttopographie“ wurden zum einen für Tests des Kamerasystems, zum anderen aber auch für die wissenschaftliche Nutzung und zur Erzeugung neuartiger kartographischer Produkte aufgenommen. Das ebenfalls in Adlershof angesiedelte Institut für Optische Sensorsysteme entwickelt unter anderem Kameras und optoelektronische Komponenten für die luft- und satellitengestützte Erfassung der Erdoberfläche. Darüber hinaus liegt ein Forschungsschwerpunkt darin, die Bilddaten dieser Eigenentwicklungen und anderer kommerziell verfügbarer Kamerasysteme hochgenau auszuwerten. Aus den gezeigten Aufnahmen einer UltraCam können beispielsweise interaktive dreidimensionale Welten erzeugt werden. Die Auswertung solcher Luftbildbefliegungen bildet gleichzeitig die flächendeckende Grundlage für die verschiedensten Aufgabenstellungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und anderer Einrichtungen.

 Das DLR nimmt die Ausstellungsbesucher mit auf eine Zeitreise durch das Parlamentsviertel von oben.
zum Bild Das DLR nimmt die Ausstellungsbesucher mit auf eine Zeitreise durch das Parlamentsviertel von oben.

Lammert zeigte sich begeistert von der hohen Auflösung und der Detailgenauigkeit der Bilder. Er freue sich schon auf eine neue Aufnahme nach Fertigstellung des Anbaus des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses, so Lammert. Dies sagte ihm der Leiter der Politik- und Wirtschaftsbeziehungen des DLR, Bernhard Fuhrmann, beim Eröffnungsrundgang gerne zu.

Die Ausstellung wird Besuchern des Bundestages/des Reichstagsgebäudes sowie Besuchergruppen der Bundestagsabgeordneten als weiteres „must-see“ neben der Reichstagskuppel, dienen.


Contact
Nina-Louisa Remuß
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Politik- und Wirtschaftsbeziehungen

Tel: +49 30 67055-478

E-Mail: nina-louisa.remuss@dlr.de
Ulrich Köhler
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Planetenforschung

Tel: +49 30 67055-215

Fax: +49 30 67055-402

E-Mail: ulrich.koehler@dlr.de
URL for this article
http://www.dlr.de/pw/en/desktopdefault.aspx/tabid-6050/10037_read-37674/
Links zu diesem Artikel
http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2013/pm_130904.html
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/46516025_kw36_deutscher_dom/index.html