Beispiele



 Aerodynamik-Experiment im Kryo-Kanal Köln
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Neuartige Fahrzeugstrukturen

Um den Energiebedarf und damit auch die Emissionen von Fahrzeugen signifikant zu verringern, ist es wichtig, den Fahrwiderstand deutlich zu reduzieren. Hierzu entwerfen DLR-Verkehrsforscher das Konzept eines Leichtbau-Fahrzeugs für fünf Personen mit 500 Kilogramm Fahrzeuggewicht. Ziel ist es, im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen 35 bis 50 Prozent Gewicht durch eine Faserverbund-intensive Bauweise in Multi-Material-Design einzusparen. Zudem werden hochintegrative metallische Gussbauweisen für leichte und crashtaugliche Fahrzeugmodule sowie funktionsintegrierte, aktive Strukturen und neue Sandwich-Strukturen entwickelt.

 Dynamischer Fahrsimulator
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Fahrerassistenz

Die Forschungsergebnisse des DLR zu fortschrittlichen Fahrerassistenz-Systemen unterstützen dabei, Fahrten noch besser entsprechend eigener Vorstellungen und Möglichkeiten zu planen und durchzuführen. Primäres Ziel ist es, Assistenzsysteme zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse des Fahrers ausgerichtet sind und diesen optimal bei der sicheren und effizienten Bewältigung der aktuellen Verkehrssituation entlasten. Durch die Nutzung innovativer Kommunikationstechnologien wird die individuelle Fahrtenplanung von den DLR-Forschern zudem so weiterentwickelt, dass auch über verschiedene Verkehrsteilnehmer eine Optimierung erreicht wird. Zugleich wird der Übergang zu anderen Verkehrsträgern erleichtert. So trägt das DLR zur Verbesserung von Fahrkomfort, Sicherheit und Effizienz bei gleich bleibenden Kosten bei.

Next Generation Train

DLR-Wissenschaftler forschen am so genannten Next Generation Train, einem neuartigen Hochgeschwindigkeitszug. Dabei widmen sie sich vor allem Fragen der Aerodynamik, Strukturdynamik, Fahrdynamik, Antriebstechnik, Werkstoffwissenschaften und des Leichtbaus. Ziel ist es, eine Erhöhung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit um 25 Prozent zu erreichen, ohne die bestehenden Sicherheitsstandards zu verletzen. Zugleich wird eine Halbierung des spezifischen Energieverbrauchs angestrebt. Weiteres Ziel der Arbeiten ist es, Schallemissionen zu reduzieren und den Komfort für Reisende zu steigern. Durch Modularisierung und intelligente Systemintegration werden wesentlich kostengünstigere Bauweisen von Schienenfahrzeugen realisiert werden können. Zudem sehen die DLR-Verkehrsforscher erhebliches Potenzial zur Steigerung der Effizienz von Entwicklungs- und Zulassungsprozessen. Die Arbeiten tragen dazu bei, dieses Potenzial zu erschließen, indem die Möglichkeiten einer integralen Modellierung des Gesamtsystems aufgezeigt und konkrete Vorschläge zur Harmonisierung der Anforderungen und Prozesse in Europa eingebracht werden. Die Entwicklungszeiten werden sich dadurch deutlich verkürzen. Viele der Antworten auf die Fragen, die ein neuartiger  Hochgeschwindigkeitszug aufwirft, sind auf Regionalverkehrszüge übertragbar und werden zu deren Weiterentwicklung beitragen.

 Eisenbahntechnisches Labor RailSiTe
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Flughafenmanagement

Ziele der DLR-Forschungsarbeiten zum Flughafenmanagement sind eine deutliche Verminderung der Umweltbelastungen durch Kohlendioxid, Stickoxide und Lärmemissionen, eine Pünktlichkeitsrate von 99 Prozent, verkürzte Passagierabfertigungszeiten bei gleichzeitiger Wahrung hoher Sicherheitsstandards. Im Vordergrund stehen die Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden Terminalmanagements als wesentlichem Bestandteil eines Land- und Luftseite integrierenden, ganzheitlichen Flughafenmanagements. Zudem sollen mit Hilfe neuer Prozessstrukturen eine gezielte Führung von Passagieren im Flughafenbereich ermöglicht und die Entwicklung effizienter Sicherheitskontrollen für Passagier, Gepäck und Fracht unter Einsatz neuer Technologien beschleunigt werden. Um dies zu erreichen, wird auch an einer Anpassung der Abfertigungsprozesse gearbeitet und die intermodalen Verkehrsanbindungen werden optimiert.


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