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„Eine Klasse für sich“ - MdB Christian Lindner besucht das DLR Köln und das europäische Astronautenzentrum



 Christian Lindner (Mitte) zu Besuch im DLR. Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, bei der Begrüßung vor dem Hauptgebäude des DLR. Die DLR-Delegation wurde von Vorstandsmitglied Prof.-Dr. Ulrich Wagner (rechts) angeführt.
zum Bild Christian Lindner (Mitte) zu Besuch im DLR. Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, bei der Begrüßung vor dem Hauptgebäude des DLR. Die DLR-Delegation wurde von Vorstandsmitglied Prof.-Dr. Ulrich Wagner (rechts) angeführt.
Christian Lindner, MdB und Spitzenkandidat der FDP für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, hat bei einem Besuch des DLR und des Europäischen Astronautenzentrums (EAC) auf die Bedeutung der Innovations- und Technologiepolitik für das Land und auf eine faire Bildungspolitik hingewiesen. Im DLR sehe er nicht nur in NRW, sondern auch in Deutschland und Europa „eine Klasse für sich“, wenn es um Forschung, Entwicklung und Technologiemarketing gehe. Das DLR habe bereits mit seinen Schoollabs Maßstäbe einer fairen Nachwuchsausbildung gesetzt. Mit dem Forschungsmodul :envihab des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin werde in naher Zukunft diese Politik in einer besonderen, bisher nicht dagewesenen Weise fortgesetzt. Hier würden Forschung und Entwicklung bei gleichzeitig transparenter Darstellung für die Öffentlichkeit mit der Einbindung des Nachwuchses verbunden. Die Forschung und Entwicklung des DLR stärke, so Lindner, den gesamten Industrie- und Technologiestandort NRW.
Der Besuch des Abgeordneten war lange geplant und vor der Auflösung des NRW-Landtags festgesetzt worden.
 Prof. Dr. Ulrich Wagner, Vorstandsmitglied des DLR, Christian Lindner, Bundestagsabgeordneter und FDP-Spitzenkandidat zur NRW-Landtagswahl 2012, Yvonne Gebauer, Kandidatin der Kölner FDP zur NRW-Landtagswahl 2012 sowie Bernhard Fuhrmann, Leiter Politik-und Wirtschaftsbeziehungen des DLR (v.r.n.l)
zum Bild Prof. Dr. Ulrich Wagner, Vorstandsmitglied des DLR, Christian Lindner, Bundestagsabgeordneter und FDP-Spitzenkandidat zur NRW-Landtagswahl 2012, Yvonne Gebauer, Kandidatin der Kölner FDP zur NRW-Landtagswahl 2012 sowie Bernhard Fuhrmann, Leiter Politik-und Wirtschaftsbeziehungen des DLR (v.r.n.l)

Zum Auftakt des mehrstündigen Informationsaufenthaltes präsentierten der Vorstand für Verkehr und Energie des DLR, Professor Dr. Ulrich Wagner und der Leiter Politik- und Wirtschaftsbeziehungen des DLR, Bernhard Fuhrmann, dem Abgeordneten Aufgaben und Anforderungen an das DLR mit unterschiedlichen Akzentuierungen. Wagner fokussierte neben der Alleinstellung des DLR in der öffentlichen Luft- und Raumfahrtforschungslandschaft Deutschlands auf die aktuell gesellschaftlich besonders relevanten Forschungsbereiche „Energie“ und „Mobilität“. „Das DLR ist für Luft- und Raumfahrtforschung und -technik bekannt. Mit seinen jüngeren Schwerpunkten „Energie“ und „Verkehr“ nehme es mittlerweile am wissenschafts- und gesellschaftpolitischen Diskurs an führender Stelle teil. Beiträge des DLR zur Ressourcen- und Umweltschonung seien großteils exzeptionell“, betonte Wagner. Das DLR sei mit seinem Slogan „Wissen für Morgen“ hierzu sehr gut positioniert, betonte Fuhrmann und wies insbesondere auf die große Bedeutung der Vermittlungsarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und der Politik hin: „Heute kann Politik hochspezialisierte Forschung und Wissenschaft nur dann nachvollziehen und verstehen und damit auch positiv gestalten, wenn sie permanent und auf hohem Niveau über relevante Strömungen in der Forschungslandschaft informiert wird.“

Lindner griff diesen Faden auf: „Mir ist wichtig, dass wir einfache wie pragmatische Lösungen finden, denn Politik und Verwaltung sollen die Wirtschaft unterstützen - nicht umgekehrt. Um beispielsweise unsere Bürokratie nicht ins Uferlose wachsen zu lassen, ist es wichtig, dass wir unsere Gesetze und Initiativen regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Wir haben beispielsweise die Hochschulen mit größeren autonomen Handlungsspielräumen ausgestattet und damit auch einen Schub an Kreativität und am Ende auch Qualität erreicht.“

 Voker Damann (re). ESA, erläutert dem Abgeordneten Christian Lindner die Aufgaben des Europäischen Astronautenzentrums.(Im Bild links DLR-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Ulrich Wagner; 2.v.re.: Bernhard Fuhrmann, Leiter Politik- und Wirtschaftsbeziehungen des DLR)
zum Bild Voker Damann (re). ESA, erläutert dem Abgeordneten Christian Lindner die Aufgaben des Europäischen Astronautenzentrums.(Im Bild links DLR-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Ulrich Wagner; 2.v.re.: Bernhard Fuhrmann, Leiter Politik- und Wirtschaftsbeziehungen des DLR)
Im Anschluss führte Volker Damann, Head Crew Support Office des EAC, durch das Astronautenzentrum. Lindner ließ sich dabei besonders die geplante Mission des neuen deutschen Astronauten Alexander Gerst erläutern, die in den kommenden Jahren geplant ist. Mit der Vorstellung des :envihab schloss sich ein weiterer Höhepunkt des Besuchs an. Prof. Dr. Ralf Anken und Frau Dr. Ruth Hemmersbach vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin stellten diese bislang einzigartige Anlage, deren Inbetriebnahme für dieses Jahr geplant ist, vor. Mit dieser neuen Forschungseinrichtung des DLR sollen Voraussetzungen geschaffen werden, integrative lebenswissenschaftliche Forschung auf international höchstem Niveau durchzuführen. Der Name :envihab verbindet die Begriffe "environment" (englisch für Umwelt) und "habitat" (lateinisch für Wohnstätte, Lebensraum). Das Konzept :envihab beschäftigt sich mit komplexen Fragestellungen eines Lebenserhaltungssystems und der Wechselwirkung von Mensch und Umwelt aus medizinischer, biologischer und psychologischer Sicht. Im Vordergrund stehen Forschungsfragen, die sich mit dem Erhalt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen befassen. „Mit dem :envihab erreichen wir eine neue Qualität der luft- und raumfahrtmedizinischen Forschung“, so Professor Anken. Lindner, der Mitglied des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Technologie ist, hielt :envihab „für eine der gelungensten Verbindungen von Forschung, Entwicklung, Technik und Kultur“, die er „seit langem gesehen“ hätte.

Zum Abschluss seines mehrstündigen Informationsbesuchs zog das DLR den Bundestagsabgeordneten mit einer Präsentation von Professor Dr. Rainer Willnecker bildhaft gesprochen in die Weiten des Universums. Willnecker leitet das DLR-Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) und stellte Lindner die Mission Rosetta vor. Rosetta ist eine Raumfahrtmission, deren Ziel die Landung eines unbemannten Raumschiffs auf einem Kometen ist, die 2014 stattfinden soll. Was unter anderem Technologieentwicklung an der Grenze des heute Erreichbaren bedeutet, dient nicht zuletzt auch der Weitung des menschlichen Horizontes in viele Richtungen, so auch der Grundlagenforschung und der Erkenntnisgewinnung über die Entstehung des Sonnensystems.

 

 

 Frau Dr. Ruth Hemmersbach (re.) vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin präsentierte beim Besuch des Abgeordneten Christian Lindner (li.) das neue Projekt :envihab des DLR.
zum Bild Frau Dr. Ruth Hemmersbach (re.) vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin präsentierte beim Besuch des Abgeordneten Christian Lindner (li.) das neue Projekt :envihab des DLR.
 Prof.Dr. Rainer Willnecker (re.), Leiter des DLR MUSC (Microgravity User Support Centre), erläutert Christian Lindner (Mitte) die Kometenmission ROSETTA.
zum Bild Prof.Dr. Rainer Willnecker (re.), Leiter des DLR MUSC (Microgravity User Support Centre), erläutert Christian Lindner (Mitte) die Kometenmission ROSETTA.

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Rolf Jansen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Politik- und Wirtschaftsbeziehungen

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German Aerospace Center

Head, Political and economic relations

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